Letztes Update am Mi, 27.11.2019 14:22

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Spuren von Kokain bei Gudenus-Hausdurchsuchung gefunden



Bei der im Zuge der Casinos-Affäre bei Ex-FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus im August durchgeführten Hausdurchsuchung sind Spuren von Kokain gefunden worden. Gudenus‘ Anwalt Heinz-Dietmar Schimanko bestätigte einen Bericht des Online-Portals „ZackZack.at“, betonte aber, dass Gudenus nie Drogen konsumiert habe, es handle sich um eine „Nebensächlichkeit“. Gudenus wies jegliche Verantwortung von sich.

Laut dem Bericht wurden die Drogen-Spuren am 12. August bei der Hausdurchsuchung in Wien gefunden. In einem Schrank wurden demnach Visitkarten mit den Spuren entdeckt, schreibt „ZackZack.at“ mit Verweis auf Polizeiprotokolle. In einer „Lichtbildbeilage“ zu einem Foto des Kastens heiße es: „Im Schlafzimmer des Johann GUDENUS wurden neben dem Tresor liegend Visit-Kärtchen sowie in einer schwarzen Schachtel liegend ein zusammengefaltetes Stück Papier aufgefunden, die Rückstände von suchtmittelverdächtigen Substanzen aufwiesen.“ Ein Schnelltest habe laut einem „Amtsvermerk“ ergeben, „dass es sich vermutlich um Kokain handelte“.

Johann Gudenus wies in einem Statement gegenüber der APA jegliche Verantwortung für die bei ihm gefundenen Kokain-Spuren von sich. „Wenn sich auf irgendwelchen fremden Visitenkarten Spuren von Kokain befinden, dann liegt das nicht in meiner Verantwortung“, so der Ex-Klubobmann. Gudenus übte in seinem Statement auch scharfe Medien-Schelte: „Die Journalisten, die daraus eine Story basteln, sollten ihre Geldscheine und Visitenkarten ebenso prüfen lassen. Sie werden überrascht sein, wie oft sie auf Spuren von Kokain stoßen werden“ - denn „laut unterschiedlicher Studien findet man Rückstände von Kokain auf 9 von 10 Geldscheinen“.

Seitens des Portals „ZackZack.at“, das als erstes über den Fund berichtete, sei der Sachverhalt „völlig falsch dargestellt“ worden. „Es werden Dinge - einmal mehr - aus einem Verschlussakt wiedergegeben, welche eigentlich deshalb unter Verschluss sind, weil die ungeprüfte Weitergabe dazu führen kann, dass die betroffenen Menschen großen Schaden dadurch erleiden können“, was aber den „österreichischen Journalisten“ „völlig wurscht“ sei, so Gudenus.

Er werde sich „bei weiteren einschlägigen Vorwürfen medienrechtlich zur Wehr setzen“, kündigte der nach der Ibiza-Affäre zurückgetretene Ex-FPÖ-Spitzenpolitiker an.




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