Letztes Update am Do, 28.11.2019 14:56

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bluttat in Wien-Favoriten: Geständnis des Verdächtigen



Der 62-jährige Mann, dem vorgeworfen wird, am Mittwoch in Wien-Favoriten seine 50-jährige Ehefrau getötet zu haben, hat bei seiner Einvernahme am Donnerstag die Tat gestanden. „Er gab zu, zugestochen zu haben, bestritt aber eine Tötungsabsicht“, sagte Polizeisprecherin Irina Steirer. Als Motiv nannte der afghanische Staatsbürger einen Streit um die schwierige finanzielle Situation der Familie.

Die in Wien ansässige Familie ist den Behörden bekannt gewesen. Der 17-jährige Sohn hatte sich etwa wegen Schwierigkeiten innerhalb der Familie an die Jugendhilfe gewandt. Dabei sei zwar von Streitereien, aber „niemals von Gewalt“ die Rede gewesen, sagte Andrea Friemel von der Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) gegenüber der APA.

Die afghanische Familie mit fünf Kindern - darunter ein Säugling - ist der Polizei zufolge seit Februar 2019 in Wien gemeldet. Wo sie sich zuvor aufgehalten hat, ist noch unklar. Der 62-jährige Vater, der im Verdacht steht, seine 50-jährige Ehefrau in der Wohnung in Wien-Favoriten erstochen zu haben, ist seitdem strafrechtlich nicht aufgefallen.

Bei den Behörden liegt aber eine „Gefährdungsmeldung“ des 17-jährigen Sohnes der Familie vor. Der Bursche hatte demnach Hilfe für eine mögliche Ablösung von der Familie und für seine berufliche Entwicklung gesucht. „Es war altersentsprechend“, sagte Friemel. Zudem hatte sich die Familie wegen finanzieller Hilfe an das Amt gewendet.

; droht akute Gewalt, rufen Sie sofort den Polizeinotruf unter 133 oder 112. Gehörlose und Hörbehinderte können per SMS an 0800/133 133 Hilfe rufen.




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