Letztes Update am So, 01.12.2019 10:59

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestens 14 Tote bei Schießerei in Mexiko



Bei einer Schießerei zwischen mutmaßlichen Mitgliedern eines Drogenkartells und Sicherheitskräften im Norden Mexikos sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Eine bewaffnete Gruppe gab gegen Samstagmittag (Ortszeit) in der Kleinstadt Villa Unión nahe der US-Grenze Schüsse auf örtliche Verwaltungsgebäude ab, wie der Gouverneur des Bundesstaats Coahuila, Miguel Riquelme Solis, mitteilte.

Unter den Toten seien vier Polizisten und zehn mutmaßliche Angreifer, hieß es. Sechs Polizisten seien bei dem Vorfall verletzt worden. Mindestens zwei weitere Menschen gelten als vermisst. Aufnahmen zeigten mit Schusslöchern übersäte Gebäude, darunter auch das Rathaus der Stadt, und Fahrzeuge.

Mutmaßliche Angehörige eines Drogenkartells hatten am 4. November auf einer Landstraße im Norden Mexikos eine mormonische Großfamilie US-amerikanischer Herkunft angegriffen. Sie erschossen sechs Kinder im Alter zwischen acht Monaten und elf Jahren sowie drei Frauen. Weitere Kinder wurden verletzt.

Mexiko hat seit Jahren ein massives Problem mit Gewaltkriminalität. Im vergangenen Jahr wurden in dem 130-Millionen-Einwohner-Land mehr als 36.000 Morde registriert - also fast 100 pro Tag. Die Gewalt geht zu einem großen Teil auf das Konto von Banden, die in Drogenhandel, Entführungen und Erpressungen verwickelt sind.

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