Letztes Update am Mo, 02.12.2019 10:37

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gefechte zwischen Regierungstruppen und Rebellen in Idlib



Bei schweren Gefechten zwischen syrischen Regierungstruppen und Aufständischen in der Rebellenhochburg Idlib sind nach Angaben von Aktivisten fast hundert Kämpfer getötet worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte am Montag, die seit Samstag andauernden Kämpfe in der nordsyrischen Provinz seien die heftigsten seit Beginn einer Waffenruhe Ende August.

Auch am Montag dauerten die Gefechte an. Mindestens 51 Kämpfer der Regierungstruppen sowie 31 Jihadisten und 14 andere Rebellen seien bei den Kämpfen im Südosten der Region getötet worden, teilte die Beobachtungsstelle mit. Demnach begannen die Kämpfe am Samstag mit einem Angriff der Jihadistenallianz Hayat Tahrir al-Sham auf Stellungen der Regierungstruppen. Die Truppen von Machthaber Bashar al-Assad hätten daraufhin Luftangriffe geflogen.

Die oppositionsnahe Organisation mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen von Aktivisten vor Ort. Für Medien sind die Angaben meist kaum zu überprüfen.

Die Provinz Idlib sowie Teile der angrenzenden Provinzen Hama, Aleppo und Latakia werden von der Jihadistenmiliz Hayat Tahrir al-Sham und anderen islamistischen Milizen kontrolliert. Assad ist entschlossen, die Region wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Auf Vermittlung der Türkei und Russlands wurde im September 2018 eine Waffenruhe vereinbart, doch begann die Regierung in Damaskus im April eine neue Offensive in Idlib.

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Bei Luftangriffen der syrischen Armee und der russischen Luftwaffe wurden in den folgenden Monaten fast tausend Zivilisten getötet und hunderttausende weitere vertrieben. Ende August rief die russische Armee schließlich eine einseitige Waffenruhe aus. Seither war es vergleichsweise ruhig in der Region. Doch gerade in den vergangenen Wochen gab es laut der Beobachtungsstelle vermehrt Angriffe, bei denen dutzende Zivilisten getötet wurden.




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