Letztes Update am Mi, 04.12.2019 09:03

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kim Jong-un reitet auf Schimmel auf dem Berg Paektu



Vor einem wichtigen Parteitreffen hat sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un auf dem Rücken eines weißen Pferdes im Schnee auf dem höchsten Berg des Landes ablichten lassen. Zusammen mit kommandierenden Offizieren sei Kim „auf einem edlen Ross über das weite Gebiet des Paektu-Bergzugs geritten“, berichteten die staatlichen Medien des abgeschotteten Landes am Mittwoch.

Dort habe er sich „revolutionäre Schlachtfelder“ angesehen, hieß es. Auf einem der dazu veröffentlichten Bilder war neben dem reitenden Kim auch seine Frau Ri Sol-ju auf dem Rücken eines Schimmels zu sehen. Wann genau die Aufnahmen entstanden, war unklar.

Es war das zweite Mal binnen zwei Monaten, dass Fotos vom reitenden Kim auf dem schneebedeckten Paektu an der Grenze zu China veröffentlicht wurden. Oft reist Kim vor wichtigen Entscheidungen zum Paektu, der in Nordkorea auch als Symbol der Herrscherfamilie gilt. Zuletzt waren dazu im Oktober Bilder vom reitenden Kim entstanden.

Erst am Dienstag hatten Staatsmedien berichtet, dass der Machthaber in der Nähe des heiligen Berges die neue Stadt Samjiyon eröffnet hat, die mit einem Skigebiet, tausenden Wohnungen und verschiedenen Gewächshäusern eine „Utopia-Stadt unter dem Sozialismus“ sein soll.

Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA kündigte am Mittwoch ein Treffen des Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei für die zweite Dezemberhälfte an. Zweck sei es, über wichtige Angelegenheiten zu entscheiden, die unter anderem mit der veränderten Situation im In- und Ausland zu tun hätten.

In Südkorea wurde spekuliert, dass dabei mit Blick auf die stockenden Verhandlungen mit den USA über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm auch eine Kursänderung besprochen werden könnte. Nordkorea hat die US-Regierung mehrfach aufgefordert, vor Jahresende neue Vorschläge zu machen. Am Dienstag stieß die Führung in Pjöngjang verdeckte Warnungen aus. Das Außenministerium erklärte, dass es den USA überlassen sei, „zu wählen, welches Weihnachtsgeschenk sie erhalten“.




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