Letztes Update am Mi, 04.12.2019 22:18

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tausende Kolumbianer gingen gegen Regierung auf die Straße



In Kolumbien haben am Mittwoch erneut tausende Menschen gegen die Regierung von Präsident Iván Duque protestiert. In der Hauptstadt Bogotá fanden mehrere Kundgebungen statt, der Zulauf war jedoch geringer als bei den bisherigen Demonstrationen. Mehrere Straßen in Bogotá und der nordwestlichen Stadt Cali waren blockiert, die Geschäfte blieben aber geöffnet.

Es war bereits die dritte Demonstration innerhalb von zwei Wochen, aufgerufen zu den Protesten hatten die wichtigsten Gewerkschaften des Landes. Am Dienstag hatte sich das nationale Streikkomitee, das sich aus Gewerkschaftsvertretern, Studenten, Lehrern, Oppositionspolitikern und Vertretern der indigenen Bevölkerung zusammensetzt, zum ersten Mal zu direkten Gesprächen mit Regierungsvertretern getroffen. Es wurde jedoch keine Einigung erzielt. Ein weiteres Treffen ist für Donnerstag geplant.

In Kolumbien gibt es seit zwei Wochen Demonstrationen gegen den rechtskonservativen Präsidenten Duque. Seit Beginn der Proteste kamen bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei bereits vier Menschen ums Leben, etwa 500 weitere wurden verletzt.

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