Letztes Update am Fr, 25.04.2014 14:20

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Wahl - Deutsche Linke und Piraten unterstützen Europa anders



Wien (APA) - Das Wahlbündnis Europa anders erhält Rückhalt aus Deutschland: Vertreter der Linken und der deutschen Piratenpartei sicherten der Allianz aus KPÖ, Piraten und der Wandel bei einer Pressekonferenz am Freitag in Wien ihre Unterstützung zu. Auch Alexis Tsipras, Vorsitzender der griechischen Partei Syriza und Spitzenkandidat der Europäischen Linken, unterstützt das Bündnis.

„Wir sind Teil einer breiten europäischen Bewegung, die Sehnsucht und Hoffnung hat, dass es gerechter zugehen kann“, sagte Europa anders-Spitzenkandidat Martin Ehrenhauser. Welcher Fraktion sich Europa anders anschließen werde, sollte es den Einzug ins Europaparlament schaffen, werde erst nach der Wahl entschieden, sagte er. „Dass es die Linksfraktion GUE/NGL wird, liegt nahe. Die endgültige Entscheidung werden wir jedoch noch in Absprache mit den einziehenden Abgeordneten der europäischen Piraten treffen“, so Ehrenhauser.

Bürgerliche und Sozialdemokraten seien auf europäischer Ebene kaum zu unterscheiden, meinte der Vorsitzende der Linken, Bernd Riexinger, da sie beide die Austeritätspolitik mittragen würden. „Wir brauchen einen anderen Politikansatz“, sagte er. Man müsse für mehr Verteilungsgerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit in Europa sorgen. Den Ansatz von Europa anders, für Bankenregulierungen, soziale Gerechtigkeit und mehr Demokratie einzutreten, unterstütze die deutsche Linke „mit Kräften“.

Ehrenhauser habe eine „eine Vision“ zu bieten, sagte Fabio Reinhardt, der für die Piraten im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt. Es sei „wichtig, dass es eine linke, progressive Alternative zu den etablierten Parteien gibt“. Vor allem das Eintreten für die Stärkung der Demokratie in Europa, die Netzneutralität und gegen Überwachung, begrüße er.

Ehrenhauser reiste nach der Pressekonferenz wieder nach Linz, wo er am OK-Platz campiert und bis zum Wahlkampfauftakt am Montag in Wien bleiben wird.




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