Letztes Update am So, 23.11.2014 14:09

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Atomgespräche - IKG gegen „Appeasement“ gegenüber Iran



Wien (APA) - Anlässlich der Wiener Atomgespräche hat die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG) ein Ende der „Beschwichtigungspolitik“ gegenüber dem Iran gefordert. „Chamberlains Appeasement gegenüber Nazi-Deutschland war ein Fehler und sollte nicht wiederholt werden“, warnte IKG-Generalsekretär Raimund Fastenbauer am Sonntag in einer Aussendung.

Er zog damit einen Vergleich mit dem Münchner Abkommen 1938, mit dem der damalige britische Premier Neville Chamberlain dem Nazi-Diktator Adolf Hitler den Frieden in Europa abkaufen wollte. „Wir sagen: Kein Übereinkommen um jeden Preis! Gegenüber Diktatoren, noch dazu Holocaustleugnern, die Israel immer wieder mit der Vernichtung drohen, hilft nur Härte. Darum Sanktionen bis zur Einstellung des Atomprogramms!“, schrieb Fastenbauer.

Das Bündnis „Stop the Bomb“ und die IKG planen Montagvormittag eine gemeinsame Kundgebung in Wien. Stefan Schaden, der Sprecher von „Stoph the Bomb“ warnte: „Jeder Deal mit dem iranischen Regime, der nicht die Infrastruktur des Nuklearprogramms dauerhaft beseitigt, hätte fatale Folgen.“ Eine Verlängerung der Verhandlungen würde Teheran nur weitere Zeit verschaffen, um an seiner „Atom- und Raketentechnologie zu basteln“. Zudem legitimierten die Gespräche das Regime und würden der iranischen Opposition in den Rücken fallen.




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