Letztes Update am Fr, 26.12.2014 14:34

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zeman: Tschechien sollte keinem Druck von außen nachgeben



Prag (APA) - Der tschechische Staatspräsident Milos Zeman hat am Freitag in seiner Weihnachtsansprache seine Mitbürger aufgerufen, die nationalen Interessen des Landes zu verteidigen und keinem Druck von außen nachgeben, wie dies zu Zeiten des Warschauer Paktes gewesen sei. Er wolle Staatschef einer „souveränen Tschechischen Republik“ sein, so Zeman.

Er reagierte damit offenbar auf die Kritik an seinen umstrittenen Aussagen zum Ukraine-Konflikt und der Menschenrechtslage in einigen Ländern, etwa in China, das er vor einigen Wochen besucht hatte.

Zeman betonte, er werde niemals dem Druck einer „brüllenden Masse“ weichen. Er stehe zu seinen Aussagen, die in den vergangenen Wochen für Kontroversen gesorgt hatten. „Das letzte Mal hatten sich die Neandertaler mit Geschrei untereinander verständigt, aber das ist schon lange vorbei“, sagte der Staatschef.

Der tschechische Präsident hatte wiederholt die westlichen Sanktionen gegen Russland zur Unterstützung der Ukraine kritisiert. Zum Umgang Chinas mit den Menschenrechten hatte Zeman gemeint, diese würden nicht nur im Bereich der politischen Freiheiten gelten sondern auch bei wirtschaftlichen und sozialen Rechten

In seiner Weihnachtsansprache bekräftigte Zeman zudem seine Kritik an der russischen Punkband „Pussy Riot“, die er als eine „pornografische Gruppe“ bezeichnete. „Nie werde ich akzeptieren, dass eine pornografische Gruppe mit einem vulgären Namen sich als Symbol des Kampfes für die Menschenrechte ausgibt, weil dies eine Beleidigung der tatsächlichen Kämpfer für Menschenrechte ist“, betonte er.




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