Letztes Update am Mo, 26.01.2015 20:34

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Krebs-Heilmittel verkauft: Betrugsprozess gegen ukrainischen Chemiker



Wien (APA) - Im Wiener Landesgericht startet am Dienstag der Prozess gegen einen ukrainischen Chemiker, der ein „Wundermittel“ gegen Krebs verkauft haben soll, wobei die angeblich heilende Wirkung des Präparats laut Anklage durch keine anerkannte Studie belegt ist. Die Staatsanwaltschaft sieht in dem 77-Jährigen daher einen Scharlatan, sie wirft ihm und zwei Mitangeklagten gewerbsmäßigen schweren Betrug vor.

In dem auf zwei Tage anberaumten Verfahren ist ein Schaden von 1,1 Millionen Euro inkriminiert. Das unter der Bezeichnung „Ukrain“ vertriebene Mittel kostete pro Ampulle 77 Euro. Für die Angeklagten geht es bei Schuldsprüchen um bis zu zehn Jahre Haft. Für Adrian Hollaender, den Verteidiger des Chemikers, sind die Vorwürfe haltlos. Für das Präparat lägen „zahlreiche Wirksamkeitsnachweise“ vor: „Sogar der Arzneimittelbeirat des Gesundheitsministeriums kam zum Schluss, dass das Präparat sehr gut verträglich ist.“ Sein Mandant werde sich daher „nicht schuldig“ bekennen, kündigte Hollaender an.




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