Letztes Update am So, 12.04.2015 19:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Dreitägige Wahlen im Sudan - Al-Bashir als sicherer Sieger



Khartum (APA/dpa) - Im afrikanischen Wüstenstaat Sudan beginnen am Montag (13. April) dreitägige Präsidentschafts- und Parlamentswahlen. Da die Opposition in dem rohstoffreichen Land generell unterdrückt wird, gilt es bereits im Vorfeld als sicher, dass Staatschef Omar al-Bashir die Abstimmung für sich entscheiden wird.

Der 71-Jährige regiert das Land seit 1989. Schon seit Jahren liegt wegen des Konflikts in der Krion seit Jahren liegt wegen des Konflikts in der Krisenregion Darfur ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag gegen ihn vor.

Offiziell sind nach Angaben der Nationalen Wahlkommission (NEC) rund 13,3 Millionen Wähler registriert - jedoch wollen viele Bürger die Wahl boykottieren. Die 15 Mitbewerber von Al-Bashir sind größtenteils unbekannt in der Bevölkerung, die großen Oppositionsparteien wollen gar nicht erst antreten.

Es handelt sich um die ersten Wahlen seit der Abspaltung des Südsudans im Jahr 2011. Die Stimmenauszählung soll am Donnerstag beginnen. Beobachter rechnen damit, dass das Ergebnis erst am 27. April bekannt gegeben wird.




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