Letztes Update am Di, 12.06.2012 15:52

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Waldbrand

Brandaus in Zirl: Alle Glutnester nach Waldbrand gelöscht

Ein 22-jähriger Feuerwehrmann brach sich beim Einsatz am Donnerstagabend ein Bein. Die Sperre der Tiroler Straße (B171) wurde am Freitagnachmittag aufgehoben.

null

©



Zirl – Freitagmittag kam die endgültige Entwarnung: Bei dem Waldbrand zwischen Zirl und Kranebitten, der am Donnerstagabend einen Großeinsatz der Feuerwehren auslöste, konnte Brandaus gegeben werden. „Alle Glutnester sind gelöscht“, sagte Arnold Lanzinger, stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Zirl, der TT.com.

Feuerwehrmann im Einsatz verletzt

Den ganzen Vormittag hatten rund 30 Feuerwehrmänner auf einem rund vier Hektar großen Gebiet den Waldboden teilweise um- und alle Wurzelstöcke ausgegraben, um auch den letzten Glutnestern den Garaus zu machen. „Der Regen hat uns auch ein bisschen geholfen.“ Bereits am Morgen waren bei einem Sichtungsflug mit dem Hubschrauber des Innenministeriums keine offenen Feuerstellen mehr zu sehen gewesen.

Die Tiroler Straße (B171) war am Freitag wegen Steinschlaggefährdung und aufgrund der Löscharbeiten noch bis zum Nachmittag gesperrt. Die Sperre wurde aufgehoben. Ein Feuerwehrmann war am Donnerstagabend beim Einsatz verletzt worden. Der 22-Jährige brach sich den Oberschenkel und wurde in der Innsbrucker Klinik operiert. Ihm gehe es aber gut, sagte Lanzinger.

Schwierige Löscharbeiten

Die Feuerwehren aus Zirl, Hötting, Mühlau, Völs und Männer der Berufsfeuerwehr Innsbruck waren am Donnerstagabend im Einsatz. Mit 153 Mann nahmen sie den Kampf gegen das Feuer auf.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Nicht nur das steile Gelände, besonders der Wind machte den Einsatzkräften die Arbeit schwer. Die Flammen fraßen sich immer weiter von der Tiroler Straße hinauf in Richtung Bahngleise. Die Florianijünger brachten nach einigen Stunden die größten Brandherde unter Kontrolle. „Das Gröbste ist gelöscht. Am Freitag wird die Lage neu beurteilt“, sagte Innsbrucks Branddirektor Erwin Reichel der TT am späten Abend. Die ganze Nacht blieb natürlich eine Feuerwache vor Ort.

Unterstützt wurden die Feuerwehren von einem Löschzug der ÖBB. Mit einer Diesellok – die Fahrleitung der Mittenwaldbahn wurde aus Sicherheitsgründen abgeschaltet – brachte der Zug 50.000 Liter Löschwasser zum Einsatzort. Das sagte ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel.

Die Ursache für den Waldbrand stand am Freitag noch nicht fest. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Das Feuer war offenbar neben der Bundesstraße ausgebrochen, die Flammen fraßen sich dann in Richtung Bahgleise den Hang hinauf.

Kleiner Waldbrand in Arzl

Nur wenige Minuten zuvor hatten die Florijanijünger bereits einen Einsatz in Arzl beendet. Am Schießstand war aus noch ungeklärter Ursache die Böschung in Brand geraten. Gras und Buschwerk gingen in Flammen auf. Dieses Feuer konnte aber rasch unter Kontrolle gebracht werden. (tt.com, kaz, mami)




Kommentieren