Letztes Update am Do, 28.06.2012 16:24

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Modernisierung der alten Achenseebahn geht weiter

Die Streckenerweiterung von Seespitz nach Pertisau ist nach wie vor ein Thema. Die Sanierung der Steilstrecke ist abgeschlossen.



Von Walter Zwicknagl

Jenbach – Die Sanierung der Steilstrecke der Achenseebahn zwischen Jenbach und Eben war in den vergangenen Jahren das große Ziel der Bahnleitung. Und jetzt ist es geschafft. „Da hatten wir auch schon die Modernisierung der Bahn im Auge. An diesem Projekt wird weitergearbeitet“, versichert Vorstand Bernhard Marchi vor der ordentlichen Hauptversammlung, die heute im Heizhaus in Jenbach über die Bühne geht. „Wenn von Elektrifizierung die Rede ist, soll sicher nicht die nostalgische Dampfzahnradbahn ins Hintertreffen geraten. Der beste Beweis dafür sind zwei aufwändige Kesselrevisionen in Graz, die in den vergangenen Monaten notwendig waren. Wir haben jetzt bald wieder vier Loks im Einsatz“, zeigt der Bahnchef auf. Auch neue Vorgelegewellen wurden mit beträchtlichem Aufwand angeschafft, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Rührig war mittlerweile der Wirtschaftstreuhänder Christian Kittl aus Salzburg als Vorstand der Bahn. Um finanzielle Mittel für die Modernisierung und Verlängerung der Bahn, die eines Tages bis nach Pertisau fahren sollte, zu bekommen, streckte er seine Fühler schon in Brüssel aus. Denn das Projekt, das bereits im achten mittelfristigen Investitionsprogramm von 2015 bis 2019 seinen Niederschlag finden soll, ist bereits eingereicht. „Um einen Stundentakt garantieren zu können, brauchen wir drei Triebfahrzeuge“, weiß Bernhard Marchi. Schon seit Monaten ist der Eisenbahnprofi Diethelm Judmaier mit diversen Berechnungen beschäftigt. Und die erstrecken sich nicht nur auf die Ausweiche in Fischl, die das Um und Auf für einen Stundentakt ist. Klappt es mit der Bahnverlängerung nach Pertisau, würde die Bahnstrecke von 6,7 Kilometern auf 10,4 Kilometer ausgeweitet.

Positiv hat sich schon der Bahnsteig in Maurach Mitte/Rofanseilbahn ausgewirkt. Er wurde in den vergangenen Wochen errichtet.

„Gut angelaufen ist das Projekt Sehenswürdigkeiten-Transfer in der Silberregion Karwendel mit einem Oldtimerbus von Martin Ledermaier. Damit werden zwei Tourismusregionen verbunden“, freut sich Marchi. Genau 101.748 Personen beförderte die Bahn im Vorjahr, nach der bisherigen Frequenz sollten es heuer mehr werden. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für das Jubiläum 125 Jahre Achenseebahn in zwei Jahren.




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