Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 02.09.2013


Notburgas Leben auf 24 Tafeln

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© Walter Zwicknagl



Jenbach – „Notburgas Glaube reifte zur Tat und blieb nicht eine Gefühlsduselei. Dieser Glaube kannte nicht Angst und Furcht vor den Großen“, sagte Dekan Edi Niederwieser bei der Messfeier auf der Notburga-Brücke zwischen Jenbach und Rotholz. Seine Frage: „Wer würde es heute wagen, bei einem Bewerbungsgespräch um einen Job Farbe als Christ zu bekennen und sich Zeit für den Gottesdienst zu erbitten?“

Auf den Spuren der Heiligen, die in der Kirche in Eben verehrt wird, war dann der Festzug. Den Notburga-Wagen, den Jungbauern unter Hannes Egerbacher geschmückt hatten, zogen zwei Ochsen von Anton Westermeier aus Pfettrach in der Hollertau. „Um vier Uhr morgens sind wir losgefahren“, lachte der Bayer, als er seine Tiere einspannte. Selbst leichter Regen konnte die Festfreude der vielen Notburga-Verehrer nicht trüben. Eine Notburga-Statue hatte man dem Anlass entsprechend aus Eben am Achensee geholt.

Mächtig stolz konnte dann die Schützenkompanie Jenbach-Rottenburg unter Hauptmann Erich Rainer sein, als die Notburga-Gedenkstätte an der Schalserstraße von Pfarrer Marek Ciesielski gesegnet wurde. „Das ist ein Festtag für Jenbach und darüber hinaus“, war der Kommentar von BM Dietmar Wallner, der selbst in Schützentracht vor Ort war. „Heimat und Glaube sind für uns mehr als ein Lippenbekenntnis“, sagte Klaus Pfister, der mit Heinz Embacher das Denkmal enthüllte. Entworfen und gefertigt hat es Manfred Hörl aus Jenbach. (zw)




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