Letztes Update am Sa, 13.04.2013 07:10

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Drachen auf Erfolgsspur

Im April 1994 wurde die Kitzbüheler Band Jabberwalky gegründet. Nun stehen die

fünf Rocker vor ihrem größten Erfolg: Der Einstieg in die Charts ist gelungen.



Von Verena Hofer

Kitzbühel, Oberndorf – Gonzo, Andi, Steff, Markus und Albin – Namen, die größere Bekanntheit unter dem Bandnamen Jabberwalky haben. Vor genau 19 Jahren formierte sich die fünfköpfige Rock- und Pop-Band aus dem Bezirk Kitzbühel. Ein besonderer Tag ist heute: Erstmals schafft es ein selbst komponiertes Stück in die österreichischen Charts. Die vierzig populärsten Songs sind am Abend in gestürzter Reihenfolge ab 19 Uhr auf Ö3 zu hören. Auf Platz 27 folgt der Neueinstieg aus dem Bezirk Kitzbühel: Girl Like You (Ein Mädchen wie du).

Die Freude bei den Bandmitgliedern ist groß. Der Song wurde bewusst aufgenommen. „Wir haben uns auf ein Stück konzentriert und dieses genauestens ausgeführt“, sagt Sänger Georg Friedl. Mithilfe des Sozialen Netzwerks wurde für das Musikstück bereits vor dem Erscheinungstag promotet und die Tage bis zur Veröffentlichung heruntergezählt. Anfang April wurde über den Einstieg in die österreichischen Charts noch gescherzt: „Vielleicht schaffen wir es mal“, steht auf Face­book geschrieben. Mehr als eine Woche später ist es bereits geschafft. Die erste Hürde ist mit dem Einstieg in die Top vierzig gelungen. Das nächste Ziel steht auch schon fest – der Song soll öfters im Radio gespielt werden. Keine leichte Aufgabe, wie die Musiker feststellen mussten. Aus diesem Grund wurde eine Promotionfirma engagiert. Geduld ist dabei jedoch eine wichtige Voraussetzung. „Bei Sänger James Coterrial dauerte es sechs Monate, bis sein Song endlich gespielt wurde. Anschließend wurde dieser ein Hit“, weiß Friedl.

Der klingende Name Jabberwalky leitet sich aus der japanischen Serie „Alice im Wunderland“ ab. Dort heißt der Drache Jabberwocky. Im Laufe der Jahre gab es nur kleine Änderungen bei der Besetzung. Von Anfang an mit dabei sind Sänger und E-Gitarrist Georg Friedl aus Oberndorf, Bassist Stefan Ritter aus Kitzbühel sowie der St. Johanner Tontechniker Albin Vötter. Ergänzt wird die Band noch von Markus Niedermoser aus St. Ulrich, der die Saiten auf der E-Gitarre zupft und dem Schlagzeuger Andreas Ackermann aus Kitzbühel. In all den Jahren hat sich bei der Musik wenig verändert. Rock- und Pop-Hits stehen nach wie vor im Mittelpunk des Programms. Eigenkompositionen werden unter die gecoverten Titel gemischt. „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und steht Neuem immer wieder skeptisch gegenüber“, spricht Friedl aus seinen Erfahrungen. 25 Titel wurden in den vergangenen 19 Jahren selbst geschrieben und komponiert. Mit der Musik den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten, kam für die Musiker jedoch nicht in Frage. „Dafür ist Österreich zu klein“, so der Sänger.

Vielzählige Bühnenerfahrung hat die Band in den vergangenen Jahren sammeln können – Hunderte Auftritte wurden absolviert. Zu den Höhepunkten zählen zwei Touren in Amerika sowie die Zusammenarbeit mit anderen Musikern. Im Vorprogramm von Reinhard Fendrich, Christina Stürmer und Roxette spielte die Band aus dem Bezirk auf. Eine weitere Tour führte auch nach Großbritannien.

Insgesamt sind bis jetzt fünf Alben erschienen. Der Song „Girl Like You“ wurde heuer im Februar aufgenommen. Im Internet kann der Song heruntergeladen und um 99 Cent gekauft werden. Auf eine CD-Produktion wurde vorerst bewusst verzichtet, auch ein weiteres Album lässt noch auf sich warten. „Die Produktion ist sehr aufwändig“, erklärt Friedl und ergänzt, dass vorher noch an einer weiteren Single gearbeitet wird.




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