Letztes Update am Di, 17.07.2012 21:03

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Osttirol energietechnisch zukunftsfit machen

Die Liste Fritz macht sich für ein Energiekonzept Osttirol stark. Der Tourismusstandort soll mit einem Freizeitticket attraktiver werden.



Von Claudia Funder

Lienz – Im Rahmen der „fritzkommt-tour 2012“ machte Fritz Dinkhauser mit seinem Abgeordneten-Team der Liste Fritz gestern in Osttirol Station. Auf dem Programm standen zwei Betriebsbesuche der Unternehmen Loacker und Tischlerei Forcher sowie ein abendlicher Stammtisch. In einem Pressegespräch informierten der Listenchef, Klubobmann LA Bernhard Ernst, Sozialsprecherin LA Andrea Haselwanter-Schneider und LA Gottfried Kapferer über Ziele für den Bezirk.

Bernhard Ernst wies auf den von der Liste eingebrachten Landtagsantrag hin, der auf Klärung pocht, ob die Isel nun Natura-2000-Gebiet sei oder nicht. „Es ist ein Zumutung, die Bevölkerung abstimmen zu lassen, bevor Gewissheit über den Naturschutzstatus vorliegt“, ärgert sich der Abgeordnete. „Bevölkerung und Bürgermeister haben ein Recht, rasch Information darüber zu erhalten. Ist die Isel Natura-2000-Gebiet, ist die Kraftwerksdebatte obsolet.“

Die Liste Fritz wünsche ein Energiekonzept Osttirol statt eines Kraftwerkskonzepts. Dieses setze sich aus fünf Maßnahmen zusammen. „Wir haben einen Antrag eingebracht, die Kleinwasserkraft zu optimieren.“ Weiters sei, so Bernhard Ernst, eine Studie bezüglich Windkraftpotenzial in Auftrag gegeben worden. Mit Punkt drei wird ein mit zehn Mio. Euro dotierter Fonds zur Forcierung der Photovoltaik gefordert. Das Sonnenpotenzial sei riesengroß. „Weiters erwarten wir, dass Dörfer, denen Wasser entzogen wird, entsprechende Verträge und Gelder erhalten“, so Bernhard Ernst. Der letzte Punkt betreffe eine Sanierungsoffensive, mit der die Heizkosten möglichst niedrig gehalten werden. Der Mandatar: „Derzeit wird in Tirol Heizöl und -gas um 150 Mio. Euro gekauft.“

Fritz Dinkhauser ging in seinen Ausführungen auf den Facharbeitermangel im Bezirk ein, der sich in den nächsten Jahren weiter verstärken wird, werde nicht gegengelenkt: „Will man den Standort erhalten, müssen Betriebe mehr zahlen. Ohne Geld ka Musi.“

Frische Impulse wünscht sich der Listenchef auch im Tourismus. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre für ihn ein regionales und leistbares Freizeitticket für den Bezirk Lienz. Fritz Dinkhauser: „Die Osttirol Card im Sommer geht in die richtige Richtung, weil sie Ausflugsziele vereint, aber es fehlt das Angebot im Winter.“ Der Vorschlag: Ein Ticket um 365 Euro pro Erwachsenen und Jahr. Dinkhauser: „Das ist kein in Stein gemeißelter Preis, sondern ein sympathischer Richtwert von einem Euro pro Tag.“




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