Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 28.08.2013


Starke Paare fördern Einfluss von Frauen in Osttirol

Beim Mentoring-Programm „Frauen entscheiden“ fanden sich 30 Osttirolerinnen zusammen, die weiblichen Gestaltungswillen zeigen.

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© Oblasser



Von Catharina Oblasser

Lienz – Daniela Zojer ist überzeugt: „Das Projekt bringt einen Austausch, der sehr wertvoll ist. Wir heben damit ein Potenzial, das uns und die Gesellschaft weiterbringt.“ Zojer, eine praktische Ärztin, nimmt als Mentorin am Interreg-Projekt „Frauen entscheiden“ teil, das sich auch über Kärnten, Salzburg, Südtirol und andere Regionen erstreckt. Es hat im März begonnen und dauert noch bis Ende Dezember. Neben Zojer gibt es 14 andere Mentorinnen und Mentoren, die mit ihren jeweiligen Schutzbefohlenen, den „Mentees“, ein Zweiergespann bilden. Die Frauen kommen aus der Politik und dem Bildungsbereich ebenso wie aus der Landwirtschaft oder anderen Branchen. Auch Barbara Widemair, eine Textilkünstlerin, ist vom Projekt begeistert. „Meine Mentee ist eine Tänzerin, die sich in Osttirol selbstständig machen will. Von unseren Gesprächen habe ich selbst genauso viel gehabt wie sie.“

Zusammengefunden haben Teilnehmerinnen über Ulrike Madritsch, die das Projekt für das RMO (Regionsmanagement Osttirol) betreut. „Erst haben wir es mit einem Aufruf in den Medien probiert, doch erfolglos“, so Madritsch. Letztlich habe sie über persönliche Ansprache und Kontakte die 30 Frauen für das Projekt gewinnen können.

Ziel von „Frauen entscheiden“ ist es, den Frauenanteil in Entscheidungsgremien zu erhöhen, sagt RMO-Geschäftsführer Michael Hohenwarter. In Osttirol steht im Vordergrund, Frauen durch das Projekt zu mehr Gestaltungsmöglichkeiten und somit Wertschätzung zu verhelfen. „Wir wollen ja, dass junge und gebildete Frauen dableiben und nicht abwandern.“




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