Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 30.10.2019


ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

10. Repair Café mit “siaßen Kiachln“

Am 9. November lädt das Repair Café zum bereits 10. Mal in den Imster Stadtsaal, und das mit einem erweiterten Programm.

Reparaturexperten helfen am 9.11. von 9 bis 12 Uhr dabei, so manchem Keller- oder Garagenhüter wieder neues Leben einzuhauchen.

© Stadtmarketing ImstReparaturexperten helfen am 9.11. von 9 bis 12 Uhr dabei, so manchem Keller- oder Garagenhüter wieder neues Leben einzuhauchen.



Das Team rund um Organisatorin Irmgard Fetzer hat sich dieses Mal etwas Besonderes einfallen lassen: Helder Hofmann, ein Koch der Superlative, der schon bei Alfons Schuhbeck und anderen Größen gearbeitet hat und immer wieder mit Kindern in der Kinderonkologie Innsbruck kocht, unterstützt den Tag von 11 bis 14 Uhr mit ausgefallenen und schmackhaften Suppen. Auch „siaße Tiroler Kiachln" sowie Kuchen und Kaffee stehen bereit. Mit dem Erlös dieser kulinarischen Köstlichkeiten werden Imster Familien unterstützt, die in diesem Jahr schwere Schicksalsschläge hinnehmen mussten.

Damit will das Repair-Café-Team nicht nur unzählige liebgewonnene Alltagsgegenstände vor dem Abfall retten, sondern auch ein wenig von der Freude weitergeben, wenn die freiwilligen Reparaturexperten Dinge wiederbeleben, die schon längst verloren schienen, und zusammenschrauben, woran Besitzer bereits verzweifelt waren.

„Das gemeinsame Reparieren macht Freude, bringt Menschen zusammen, schont Umwelt und Ressourcen und wird in Imst seit Beginn zugunsten eines karitativen Zweckes abgehalten", meint Irmgard Fetzer, die ehrenamtliche Organisatorin. „Wir reparieren gegen freiwillige Spenden und geben diese an soziale Einrichtungen oder Menschen in Notsituationen weiter." Die Beteiligten sind von der Idee „Flicken statt wegwerfen" überzeugt und so stehen neben Elektrotechnikern und Kaffeemaschinenexperten diesmal auch ein Computerfachmann, ein Messerschleifer und zwei Näherinnen bereit.

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- Stadtmarketing Imst

Alle Reparaturexperten stellen sich ehrenamtlich in den Dienst der guten Sache und bemühen sich gemeinsam mit den Besuchern, oft mit Erfindergeist und vor allem mit Geduld um die mitgebrachten defekten „Patienten". So ist die Freude groß, wenn die ersten Geräusche oder Töne wieder aus dem Lautsprecher dringen, wenn der Toaster wieder heiß wird, die Lieblingshose geflickt werden konnte oder die Kaffeemaschine wieder funktioniert — und all dies nicht auf dem Müll landet.

Leider gelingt es trotz bester Bemühungen aber nicht immer, zu retten, was nicht mehr zu retten ist, und so heißt es für ein paar wenige Stücke dann doch „ab in den Müll".

In Tirol gibt es mittlerweile mehr als 200 durchgeführte Reparatur-Cafés in über 45 Gemeinden, Schulen, Jugendzentren oder Betrieben. Die Idee war und ist, die Reparaturen immer bei einer gemütlichen Tasse Kaffee oder Tee stattfinden zu ­lassen und die Besucher dazu einzuladen, zusammen mit den Experten dem Problem des mitgebrachten Gegenstandes auf den Grund zu gehen.