Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 06.11.2019


ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Begeistertes Publikum sah spannende Wettkämpfe beim TT eSport Cup im DEZ

An die 35.000 Besucher stürmten das DEZ Innsbruck am Einkaufssamstag nach Allerheiligen. Es wurde so zu einer außergewöhnlichen und spektakulären Kulisse für das vierte Bezirksturnier des TT eSport Cup powered by AK Tirol.

Die Gaming-Arena des Bezirksturniers Innsbruck-Stadt wurde mitten am Marktplatz im DEZ aufgebaut. Die Spiele auf der Hauptbühne wurden live im Internet und auf der großen Leinwand übertragen.

© e.ma/PauliDie Gaming-Arena des Bezirksturniers Innsbruck-Stadt wurde mitten am Marktplatz im DEZ aufgebaut. Die Spiele auf der Hauptbühne wurden live im Internet und auf der großen Leinwand übertragen.



Der TT eSport Cup ist ein komplett neues Meisterschaftsformat und österreichweit einzigartig. Zehn Turniere in allen neun Tiroler Bezirken und ein großes Landesfinale — so lautet der Tour-Plan. In der ersten Saison wird auf der Playstation 4 die weltweit beliebte Fußballsimulation FIFA 20 gespielt.

Über das Bezirksturnier Innsbruck-Stadt wurde bereits im Vorfeld viel diskutiert. Über 70 eSportler wollten im DEZ mit dabei sein und den Titel „Innsbrucks bester FIFA-Spieler" unter sich ausmachen. Die FIFA-Szene in Innsbruck ist keine kleine und sie genießt einen guten Ruf. Mit Muhittin Yösavel erreichte ein eSportler­ aus der Tiroler Landeshauptstadt beim letztjährigen Einzelfinale der eBundesliga in Wien den starken achten Platz. Kein Wunder also, dass der Lokalmatador beim Turnier im DEZ als haushoher Favorit gehandelt wurde.

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„Meine Favoritenrolle wurde im Vorfeld schon etwas übertrieben dargestellt. Beim Turnier waren richtig gute Spieler mit dabei. Am Ende des Tages ist es mir aber gelungen, mit dem Druck umzugehen und meine Leistung zu bringen", erklärte Muhittin Yösavel, der seiner Favoritenrolle gerecht werden und den Tagessieg holen konnte, beim Siegerinterview.

Im Halbfinale des TT eSport Cups Innsbruck-Stadt gab es eine faustdicke Überraschung. Aufgrund eines krankheitsbedingten Ausfalls rutschte der Südtiroler Matthias Siller kurzfristig in das Teilnehmerfeld. Der Sterzinger, der von seiner Freundin begleitet wurde, konnte die Gruppenphase überstehen und schaffte es bis ins Halbfinale, wo er mit 1:3 am späteren Zweitplatzierten Ahmet Güler scheiterte. Im zweiten Halbfinale konnte sich Muhittin Yösavel gegen Marcel Haselwanter durchsetzen.

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Im Finale standen sich zwei große Favoriten gegenüber. Vor den Augen zahlreicher Zuschauer sicherte sich Muhittin Yösavel schließlich mit einem klaren 5:1-Sieg den Tagessieg. Für ein besonderes Ambiente sorgten die vielen Zuschauer, die sich über den Tag verteilt immer wieder in der Gaming-Arena einfanden. „In einem Einkaufszentrum sind natürlich extrem viele Leute unterwegs. Am Anfang ist es mir dadurch schwergefallen mich zu konzentrieren. Doch je länger das Turnier gedauert hat, desto besser ist es gegangen", erzählt der Tagessieger.

Helmut Larch (DEZ Centermanager) gemeinsam mit Marcel Haselwanter (3. Platz), Muhittin Yösavel (1. Platz), Ahmet Güler (2. Platz) und Markus Obojes (Kammerrat AK Tirol).
Helmut Larch (DEZ Centermanager) gemeinsam mit Marcel Haselwanter (3. Platz), Muhittin Yösavel (1. Platz), Ahmet Güler (2. Platz) und Markus Obojes (Kammerrat AK Tirol).
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Auch der Drittplatzierte, Marcel Haselwanter, berichtet Ähnliches: „Anfangs war ich aufgrund der vielen Leute schon sehr nervös. Doch das hat sich nach einigen Spielen gelegt. Mit meiner Leistung bin ich insgesamt sehr zufrieden." Ahmet Güler haderte mit seinem Finalgegner: „Ich kenne Muhittin. Er ist ein sehr guter Spieler und bisher ist es mir noch nie gelungen, ihn zu besiegen. Auf meinen zweiten Platz bin ich deshalb trotzdem sehr stolz." Einmal eSport hautnah.

„Der E-Sport Cup im DEZ war ein aufregendes Event für die ganze Familie. Wir freuen uns sehr, Austragungsort dieses innovativen Event gewesen sein zu dürfen und so unseren Besuchern Neuheiten näher bringen zu können. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr", zeigt sich DEZ Centermanager Helmut Larch vom Turnier begeistert.

Auch die Spieler selbst waren mehr als zufrieden. „Ich finde es einfach super, dass es in Tirol jetzt endlich so ein Turnier gibt und hoffe, dass das lange bleibt und weiterhin so professionell abläuft", sieht Tagessieger Muhittin Yösavel eine positive Zukunft für den TT eSport Cup powered by AK Tirol.

So geht der TT eSport Cup weiter

Nach den ersten beiden Turnierwochenenden mit Stopps in den Bezirken Schwaz, Land­eck, Reutte und Innsbruck-Stadt geht es in knapp zwei Wochen in Imst (Kletterzentrum, Freitag, 15. November) und Innsbruck-Land (Inntalcenter Telfs, Samstag, 16. November) weiter.
Alle Infos zur Anmeldung unter www.tt-ecup.com. Die jeweiligen Turniere werden auf Facebook, YouTube (TT eSport Cup) und Twitch (tt_ecup) live übertragen.