Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 04.12.2019


ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Das ist Rekord: eSport auf 2340 Metern

Eine spektakuläre Aussicht und hochklassige Duelle gab es am vergangenen Wochenende im Hoadlhaus in der Axamer Lizum, als die letzten vier Plätze für das Finale des “TT eSport Cups powered by AK Tirol“ ausgespielt wurden.

Das Hoadlhaus in der Axamer Lizum begeisterte die Teilnehmer und Besucher mit viel Charme und traumhafter Weitsicht.

© e.ma/KozubekDas Hoadlhaus in der Axamer Lizum begeisterte die Teilnehmer und Besucher mit viel Charme und traumhafter Weitsicht.



„Als ich mit der Bahn raufgefahren bin, habe ich mir nur gedacht, super, dass ich hier mitmache. Die Turnierlocation war genial, die Aussicht ein Wahnsinn", erzählt Rene Waldhart, der sich den Tagessieg beim Turnier sichern konnte. Die spektakuläre Location auf 2340 Metern sorgte bei allen Spielern für Begeisterung und glänzende Augen.

„Das Setting, die Atmosphäre hier heroben in der Lizum, das war richtig geil", berichtet der Drittplatzierte Tomislav Tomic nach dem Turnier. Der 25-Jährige spielt, wie viele TT--Sport-Cup-Teilnehmer, auch abseits der Konsole Fußball. In der laufenden Tirolerliga-Saison gelangen dem offensiven Mittelfeldspieler in 13 Spielen neun Tore und eine Torvorlage. Mit seiner Leistung beim Bezirksturnier in der Axamer Lizum war der erfahrene ­eSportler ebenfalls glücklich: „Ich habe nur ein Spiel verloren und bin dementsprechend sehr zufrieden mit meiner Leistung."

Marco Nowak (Turnierleitung e.ma) mit Jacqueline Preiß (TT Marketing), Vera Lochmann (AK Tirol), Markus Obojes (Kammerrat AK Tirol), Florian Kupsa, Thomas Lampe (Marketing Axamer Lizum), Furkan Kuldur, Sieger Rene Waldhart und Tomislav Tomic (von links).
Marco Nowak (Turnierleitung e.ma) mit Jacqueline Preiß (TT Marketing), Vera Lochmann (AK Tirol), Markus Obojes (Kammerrat AK Tirol), Florian Kupsa, Thomas Lampe (Marketing Axamer Lizum), Furkan Kuldur, Sieger Rene Waldhart und Tomislav Tomic (von links).
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Furkan Kuldur, der im Spiel um Platz 3 gegen Tomic mit 1:4 das Nachsehen hatte, lobte vor allem die Turnier-Organisation: „Das Turnier war super organisiert. Es gab keine langen Wartezeiten, wie man sie von anderen Turnieren kennt. Es war einfach gut." Mit dem vierten Platz qualifizierte er sich für das große Landesfinale am 14. Dezember. Um dieses Ziel zu erreichen, war aber Leistung gefragt. „Es gab wirklich starke Gegner. Die Ergebnisse waren alle eher knapp, aber es hat geklappt. Darüber bin ich sehr glücklich. Für das Landesfinale werde ich viel mehr trainieren und mich richtig gut vorbereiten", betont er.

Florian Kupsa, der an diesem Tag Zweiter wurde, sieht im TT eSport Cup einen Meilenstein für den Tiroler eSport: „Die Location war einfach sensationell. Der Ausblick hier im Hoadlhaus, einfach ein Wahnsinn. Die Organisation der Veranstaltung war mega. Und das in Innsbruck, das in der eSport-Szene ja noch nicht so bekannt ist." Auch Hausherr Michael Körber (Geschäftsleiter der Axamer Lizum) war vom Turnier begeistert: „Ich möchte den Gewinnern nochmals recht herzlich zu den tollen Leistungen und zum Einzug ins Landesfinale gratulieren.

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Es hat uns wirklich große Freude gemacht, dass der TT eSport Cup 2019 bei uns auf 2340 Metern Seehöhe zu Gast und unser Hoadlhaus Austragungsort eines Bezirksfinales war. Das Wetter hat mitgespielt und die Teilnehmer und zahlreichen Schlachtenbummler wurden mit einer traumhaften Kulisse und wunderbaren Fernsicht belohnt. Besser geht's fast nicht." Zwei Freunde im Finale. Neben der tollen Aussicht gab es aber vor allem spannende, mitreißende FIFA-20-Duelle zu sehen.

Im Finale standen sich mit Rene Waldhart und Florian Kupsa zwei alte Bekannte gegenüber. „Das Turnier war insgesamt wirklich super. Ich hätte nicht erwartet, dass ich so weit komme. Das Finale war unglaublich spannend, vor allem weil ich gegen meinen Kollegen gespielt habe, mit dem ich gemeinsam hier raufgefahren bin. Jetzt muss er halt zu Fuß heimgehen, weil er gewonnen hat. Im Ernst, ich hätte nicht gedacht, dass das so gut läuft", berichtet der Zweitplatzierte Florian Kupsa vom Finale, das vor der Kulisse eines tiefroten Sonnenuntergangs über die Bühne ging.

Erinnerungsfoto vom höchsten eSport-Turniers Österreichs.
Erinnerungsfoto vom höchsten eSport-Turniers Österreichs.
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Bezirkssieger Rene zeigte sich trotz seines Gewinns selbstkritisch: „Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden, mit der Spielweise eher weniger. Aber wenn man Erster wird, darf man sich da nicht beschweren. Ab dem Achtelfinale habe ich bei jedem Spiel geschwitzt. Ich musste zwei Mal in die Verlängerung, das war echt anstrengend." Für das Landesfinale haben die beiden „keine Erwartungen" und wollen „ergebnisoffen" in das Turnier gehen.

Die besten Gamer Osttirols

Wegen starker Schneefälle und damit einhergehender Straßensperren wurde das Bezirksfinale in Osttirol, das eine Woche vor dem Turnier in der Axamer Lizum hätte stattfinden sollen, frühzeitig abgesagt und durch eine Online-Qualifikation ersetzt. Dort konnten sich Fabian Wild (1. Platz), Lukas Bleher (2. Platz), Luca Hochschwarzer (3. Platz) und Mustafa Celik (4. Platz) durchsetzen und für das große Landesfinale qualifizieren.

Finale am 14. Dezember im Treibhaus

Der „TT eSport Cup 2019 powered by AK Tirol" biegt in die Zielgerade ein. Nach den zehn Bezirksturnieren, bei denen die 40 besten FIFA-20-Spieler des Landes ermittelt wurden, geht es am 14. Dezember 2019 ins große Landesfinale im Innsbrucker Treibhaus.
Das Turnier ist bei freiem Eintritt zugänglich und wird zudem auf Facebook, Youtube (TT eSport Cup) und Twitch (tt_ecup) live im Internet übertragen.