Letztes Update am Di, 05.12.2017 14:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Arbeitsmarkt

Jobsuchende erwarten Sympathie und zügiges Feedback

Einer Stepstone-Umfrage zufolge sind fehlende Kontaktinformationen im Stelleninserat ein No-Go. Das Image des Unternehmens leidet auch, wenn es keine Absagen erteilt.

© Getty Images/iStockphotoSymbolfoto.



Wien – Arbeitgeber müssen sich anstrengen, um bei Bewerbern zu punkten - das gilt auch für Absagen. Arbeitssuchende erwarten sympathische Personaler (90,7 Prozent) und zügiges Feedback zum Status ihrer Bewerbung (72 Prozent), wie aus einer Umfrage der Online-Jobbörse Stepstone unter mehr als 1000 Angestellten und Bewerbern aus ganz Österreich hervorgeht.

Für fast 79 Prozent sind fehlende Kontaktinformationen bei Stelleninseraten ein „No-Go“. Eine allgemeine E-Mail-Adresse für Rückfragen gilt als Minimum. Drei Viertel der Befragten (gut 76 Prozent) sind laut Stepstone zudem davon überzeugt, dass das Image eines Arbeitgebers darunter leidet, wenn keine Absagen erteilt werden. Bei knapp 62 Prozent leidet der Eindruck von einem Unternehmen auch dann, wenn der Job ohne Nennung von Gründen anderweitig vergeben wird.

Bewerber sind Markenbotschafter eines Unternehmens

„Wer sich im Bewerbungsprozess wohlfühlt, trägt das auch nach außen, sogar dann, wenn er die Stelle nicht bekommen hat“, ist der Geschäftsführer von Stepstone Österreich, Rudi Bauer, überzeugt. Denn auch ehemalige Bewerber seien künftig Markenbotschafter eines Unternehmens.

Im Bewerbungsgespräch selbst sollten Betriebe die genauen Jobinhalte und Abläufe offen kommunizieren, um sich als guter Arbeitgeber auszuzeichnen, meinen immerhin gut 46 Prozent der Befragten.

Auch schlanke Bewerbungsprozesse und sowie gut strukturierte und informative Stellenanzeigen kommen gut an. „Wer sich erst lang und umständlich registrieren muss, bevor er seinen Lebenslauf hochladen darf, wird im schlimmsten Fall abgeschreckt“, so der Stepstone-Chef. An fehlenden oder unvollständigen Angaben im Inserat stoßen sich 45 Prozent der Befragten. Die bloße Angabe des Mindest-Kollektivvertragsgehalts ist beispielsweise zu wenig.

„Kandidaten wollen im Bewerbungsprozess menschlich und zuvorkommend behandelt werden“, betont Bauer. Keinesfalls sollten sie wochenlang im Ungewissen gehalten werden. Zu salopp formulierte Absage-Mails kommen auch nicht gut an. (APA)




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