Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 29.12.2017


Arbeitsmrakt

400.000 Jobs seit 2007, in Tirol Plus um 35.000

Der Aufschwung am Arbeitsmarkt hält an. Im nächsten Jahr sollen weitere 74.000 Arbeitsplätze geschaffen werden,

© APA/HERBERT NEUBAUERSymbolfoto



Wien, Berlin – Der Aufschwung am heimischen Arbeitsmarkt wird auch 2018 anhalten. Nachdem 2017 rund 76.000 neue Stellen in Österreich entstanden sind, sollen im nächsten Jahr weitere 74.000 Arbeitsplätze geschaffen werden, erwartet der Berater EY. In Österreich sind seit 2007 demnach mehr als 400.000 zusätzliche Stellen entstanden, die drittmeisten in Europa. In Deutschland und Frankreich waren es mehr.

Tirols AMS-Chef Anton Kern meint allerdings, dass in diesen 400.000 Jobs sowohl unselbstständig Beschäftigte als auch Selbstständige eingerechnet wurden, ebenso wie geringfügig Beschäftigte. „Anders können wir diese Zahl nicht nachvollziehen“, so Kern. Auf Tirol gerechnet würde das ein Plus von 35.000 Jobs in den letzten 10 Jahren (inkl. Selbstständige) bedeuten.

Laut EY-Prognose wird die Beschäftigung in der Eurozone 2018 um 1,8 Millionen steigen, am meisten in Deutschland und Spanien. Die Erwerbslosenquote in der Eurozone ist 2017 von 10,0 auf 9,2 % gesunken. Für das kommende Jahr geht EY von einem Rückgang auf 8,6 % aus.

Auch in Österreich soll die Arbeitslosenquote 2018 weiter zurückgehen, und zwar von 5,4 auf 5,1 % (nach EU-Rechenart). Für Österreich erwarten die Experten von EY eine Verschärfung des Fachkräftemangels. „Der Arbeitsmarkt etwa für Akademiker und Facharbeiter ist vielerorts leergefegt. Das könnte für den Standort Österreich zu einem echten Problem und zu einer Innovations- und Wachstumsbremse werden“, so Gunther Reimoser von EY Österreich. Umso mehr brauche man eine zukunftsgerichtete Migrationspolitik. „Zuwanderung kann einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten.“ (mas, APA)




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