Letztes Update am Do, 14.06.2018 10:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Niederösterreich

Firma zahlte unregelmäßig: AK erstritt für Mann 30.000 Euro

Eine Firma hielt sich nicht an Vereinbarungen, ein Arbeitnehmer erhielt weniger und teilweise gar kein Gehalt. Nun ist eine kräftige Nachzahlung fällig.

© Robert PariggerSymbolbild.



St. Pölten – 30.000 Euro hat ein Gericht einem 47-Jährigen aus dem niederösterreichischen Zentralraum zugesprochen, der monatelang von seinem Arbeitgeber nur unregelmäßig Gehalt bekommen hatte. Die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) war für den Mann vor Gericht gezogen. „Nachdem das rechtskräftige Urteil eingelangt war, hat die Firma bezahlt“, berichtete AKNÖ-Präsident Markus Wieser.

Nach dem Konkurs seines Dienstgebers, einer Großhandelsfirma, hatte der Verkaufsleiter der Aussendung zufolge für das Nachfolgeunternehmen weitergearbeitet – und sich zunächst bereit erklärt, wegen der schwierigen wirtschaftlichen Situation im Juni und Juli nur die Hälfte seines Gehalts zu bekommen, den Rest später. Der Arbeitgeber habe versprochen, den Betrag im September nachzuzahlen, das sei aber nicht passiert. Auch für August habe der 47-Jährige nur das halbe Gehalt erhalten, für Dezember gar keines. Der Mann wurde gekündigt.

Der Betroffene wandte sich an die Arbeiterkammer, die eine Klage für ihn einbrachte. Inklusive der Zahlungen für die Kündigungsfrist und anteiliger Sonderzahlungen machten die offenen Ansprüche mittlerweile 30.000 Euro aus, die vom Gericht auch vollständig anerkannt und bestätigt wurden, teilte die AKNÖ am Donnerstag mit. (APA)