Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 06.07.2018


Bezirk Kitzbühel

Vollbeschäftigung während der Sommermonate

Das AMS Kitzbühel verzeichnet im Juni einen Rückgang bei den Arbeitslosen um 20,6 Prozent. Grund dafür ist die Sommersaison.

© Foto Begsteiger / Michaela BegstDas AMS Kitzbühel kann sich derzeit über sehr gute Zahlen freuen. Vor allem dank dem Tourismus kann das AMS nahezu Vollbeschäftigung verbuchen.Foto: Begsteiger



Kitzbühel – Mit der Sommersaison kommen nicht nur die Gäste in den Bezirk Kitzbühel, sondern auch die erfreulichen Arbeitslosenzahlen. Sowohl in der Wintersaison als auch dann in der Sommersaison verzeichnet das AMS Kitzbühel im Bezirk nahezu Vollbeschäftigung. Die guten Wirtschaftsdaten wirken sich weiterhin positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Tirol und auch der Bezirk Kitzbühel verzeichnen bereits seit längerer Zeit einen kontinuierlichen und starken Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Ende Juni waren im Bezirk Kitzbühel 757 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet, das sind um 197 Arbeitslose bzw. um 20,6 % weniger als im Vorjahr. Es waren in allen Altersgruppen weniger Arbeitslose, wobei der Rückgang bei den Jugendlichen und bei Personen im Haupterwerbsalter am stärksten war.

„In den Sommermonaten verzeichnet der Bezirk Kitzbühel traditionell immer die niedrigste Arbeitslosigkeit im Jahresverlauf“, sagt Manfred Dag, Leiter des AMS Kitzbühel. Durch die gute Wirtschaftslage verstärkt sich dieser Trend heuer zusätzlich. „Wir können während der Sommermonate im Bezirk von Vollbeschäftigung sprechen“, sagt Dag.

Neben einer guten Auftragslage der Betriebe hängt dies auch mit der Wirtschaftsstruktur im Bezirk zusammen. Die Arbeitslosigkeit ist sehr stark von der Saisonarbeitslosigkeit in Tourismus und Bau geprägt und daher im Sommer besonders niedrig.

Besonders beliebt in der Tourismus- und Baubranche sind Einstellzusagen. Von den 757 Arbeitslosen von Ende Juni haben 200 bereits eine fixe Einstellzusage eines Dienstgebers, d. h., es gibt zu Beginn der Arbeitslosigkeit bereits wieder eine fixe Beschäftigungszusage eines Dienstgebers.

Die gute Wirtschaftslage und die damit verbundene große Nachfrage der Betriebe nach Arbeitskräften wirken sich auch auf eine strengere Handhabung der Einstellzusagen aus. „Wir können solche Einstellzusagen von Firmen nur noch für einen kürzeren Zeitraum und vor allem nur dann berücksichtigen, wenn kein akuter Arbeitskräftebedarf im jeweiligen Beruf besteht“, sagt Dag. (aha, TT)