Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 15.01.2019


Tirol

Tiroler Jobs für Asylberechtigte

Das AMS Tirol kündigte an, Asylberechtigte für unbesetzte Arbeitsstellen in Tirol begeistern zu wollen. Das soll bei einer vom Wirtschaftsministerium organisierten Jobbörse geschehen.

In der laufenden Saison gibt es in Tirol offene Stellen.

© APAIn der laufenden Saison gibt es in Tirol offene Stellen.



Wien – Zahlreiche Unternehmen brauchen Arbeitskräfte, viele Asylberechtigte suchen einen Job oder eine Lehrstelle. Die Bundesregierung will nun Betriebe und Asylberechtigte zusammenbringen. Nächste Woche findet in Wien eine vom Wirtschaftsministerium organisierte Job-Börse statt. „Wir haben 30.000 Asylberechtigte in der Mindestsicherung, davon 10.000 unter 25-jährige. Wir wollen hier konkrete Jobs oder auch Lehrstellen ermöglichen“, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP). Ziel sei es, mehr Menschen aus der Mindestsicherung in Beschäftigung zu bringen. Die Job-Börse findet gemeinsam mit Arbeitsmarktservice AMS, Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung statt.

Erwartet werden bis zu 500 Teilnehmer, die mit Unternehmen wie der Post, Siemens, ÖBB oder Porr zusammengebracht werden. Ergänzend präsentiert der Österreichische Integrationsfonds Best-Practice-Beispiele.

Von der AMS-Geschäftsstelle Tirol werden ebenfalls Berater vor Ort sein – „als Service für unsere Unternehmen, die wegen dem laufenden Betrieb nicht selber teilnehmen können“, erklärt AMS-Landesgeschäftsführer Anton Kern. Er erhielt erst gestern Informationen über die Initiative der Regierung. Laut Wirtschaftsministerium sind auch AMS-Vertreter aus weiteren westlichen Bundesländern vor Ort, da es gerade im Tourismus viele offene Stellen gibt.

Das AMS Tirol kündigte an, Asylberechtigte für unbesetzte Arbeitsstellen in Tirol begeistern zu wollen. Ausgewählte Lehrstellen, aber vor allem Jobs im Tourismus kann die Geschäftsstelle bei der Job-Börse anbieten. Wobei die große Herausforderung bei den Lehrstellen die Deutschkenntnisse der Bewerber seien, sagt Kern. Attraktiv für die Asylberechtigten könnten die Stellen im Tourismus auch deshalb sein, da laut AMS-Geschäftsführer Kern meist „Unterkunft und Verpflegung dabei sind“. (ritz)