Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 16.01.2019


Bezirk Landeck

7,6 Prozent Arbeitslosigkeit: Bestwert seit 1985

Im Jahr 2017 lag die Arbeitslosigkeit übrigens noch bei 8,5 Prozent. Von der günstigen Entwicklung profitierte vor allem die jüngere Generation.

AMS-Leiter Günther Stürz bestätigte den Bestwert.

© WenzelAMS-Leiter Günther Stürz bestätigte den Bestwert.



Landeck – Bis zu elf Prozent und mehr hat die Arbeitslosenstatistik für den Bezirk Landeck noch vor wenigen Jahren ausgewiesen. Womit der Tourismusbezirk wiederholt am Tabellenende im tirolweiten Vergleich zu finden war. Da bedeuten 7,6 Prozent für das Jahr 2018 geradezu einen sensationell niedrigen Bestwert.

Beim Blick in die Jahresstatistiken kann Land­ecks AMS-Leiter Günther Stürz bestätigen: 1985 lag die Quote noch bei 8,8 Prozent und 1990 bei 8,1 Prozent. Seither sind fast nur noch zweistellige Werte zur finden, es gab mehrere Negativrekorde. Zu den Ursachen hieß es bei Arbeiter- und Wirtschaftskammer: Kein anderer Bezirk habe eine derart saisonal ausgeprägte Wirtschaftsstruktur.

Dann kam die Trendwende, 2017 lag die Arbeitslosigkeit nur noch bei 8,5 Prozent. Von der günstigen Entwicklung profitierte vor allem die jüngere Generation (Arbeitnehmer bis 24 Jahre): Die Arbeitslosenrate ging in diesem Segment um 12,5 Prozent zurück. Aber auch für die 50-plus-Generation gab es mehr Beschäftigung, die Arbeitslosenrate sank um 8,5 Prozent. Zudem weist die Statistik 20.756 unselbstständig Beschäftigte aus – 11.292 Männer und 9464 Frauen. Was einem Plus von insgesamt 1,6 Prozent entspricht. Um 0,8 Prozent zugenommen hat die Zahl der geringfügig Beschäftigten – in Summe waren es 1671 Personen.

Die Zahl der offiziell gemeldeten Lehrstellen sank im Jahresschnitt auf 83, das sind 33 weniger als 2017. Dem gegenüber waren durchschnittlich zwölf junge Leute auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. (hwe)