Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 07.08.2019


Innsbruck

Seidl übt Kritik: „Zu wenige Frauen in Führungspositionen“



Heftige Kritik an der Zahl der Frauen in Führungspositionen städtischer Gesellschaften übt NEOS-Gemeinderätin Julia Seidl. „Wir haben städtische Gesellschaften, da gibt es keine einzige Frau im Aufsichtsrat. Das ist wirklich traurig", erklärt Seidl.

Die Zahl der Frauen in Aufsichtsräten stagniere öster­reichweit, meistens sinke sie sogar, heißt es in einer NEOS-Aussendung. Der Bund konnt­e seine Selbstverpflichtung von 35 Prozent Frauen bei Mehrheitsgesellschaften nicht erreichen. „Bei Gesellschaften der Stadt Innsbruck oder Gesellschaften, an denen die Stadt Innsbruck beteiligt ist, sieht die Lage ebenfalls ziemlich düster aus."
Die Stadt müsse der gesellschaftspolitischen Aufgabe nachkommen und mit gutem Beispiel vorangehen. „Es braucht in Aufsichtsräten mehr Gleichstellung und Gleichberechtigung, ich werd­e mich mit den 35 Prozent nicht zufriedengeben."
Sehr düster sehe es etwa bei den Innsbrucker Verkehrsbetrieben aus, wo sich unter neun Aufsichtsräten keine einzige Frau findet. Bei den IKB sei nur eine Frau zu finden. Einzig bei den ISD kommen auf neun Aufsichtsräte sieben Frauen. „Was wir hier sehen, ist ein in Zahlen gegossenes Rollenverständnis über die Aufgabenverteilung zwischen Männern und Frauen", sagt Seidl in einer Aussendung. Auf der Ebene der Geschäftsführer sei die Situation noch „düsterer". In den wichtigsten Gesellschaften gebe es nur Männer. (TT)



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