Letztes Update am Fr, 30.08.2019 12:11

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit in Eurozone auf niedrigstem Niveau seit 2008

Die Erwerbslosenquote im Euroraum lagim Juli bei 7,5 Prozent, in Österreich bei 4,4 Prozent. Die geringste Arbeitslosigkeit gibt es in Tschechien, die höchste in Griechenland.

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Brüssel, Berlin – Trotz der Konjunkturabkühlung im Euroraum bleibt die Arbeitslosigkeit auf dem tiefsten Stand seit Juli 2008. Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Quote verharrte im Juli bei 7,5 Prozent und damit auf dem Wert des Vormonats, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag mitteilte. In Österreich lag die Arbeitslosenrate bei 4,4 Prozent.

In der Eurozone waren im Juli 12,3 Millionen Menschen als Jobsuchende gemeldet – um 16.000 weniger als im Juni und um knapp 900.000 weniger als vor einem Jahr. Die nach einer international vergleichbaren Berechnung ermittelte Arbeitslosenquote war in Tschechien mit 2,1 Prozent EU-weit am niedrigsten, gefolgt von Deutschland mit drei Prozent. Die höchsten Werte gab es wie seit langem in Griechenland mit 17,2 Prozent (im Mai) und in Spanien mit 13,9 Prozent. In Italien betrug die Quote 9,9 Prozent.

In der EU-28 lag die Arbeitslosenquote im Juli 2019 bei 6,3 Prozent und blieb damit unverändert im Vergleich zum Juni 2019Für Deutschland und für die Eurozone erwarten Ökonomen 2019 eine spürbare Abkühlung der Konjunktur. Dies schlägt sich allerdings oft erst mit deutlicher Verzögerung auf den Arbeitsmarkt nieder. Deutsche Firmen halten wegen des Fachkräftemangels möglichst lange an gutem Personal fest und gehen im Krisenfall zunächst meist auf Kurzarbeit. (APA, Reuters)