Letztes Update am Mo, 28.10.2019 11:39

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kollektivverträge

Metaller-KV : Verhandlungen bis in die Nacht erwartet

Die Arbeitgeber wollen am Dienstag weiterverhandeln. Das lehnt die Gewerkschaft ab, da ab morgen – bei Nicht-Einigung – Betriebsversammlungen geplant sind.

Gwerkschafter Rainer Wimmer (R/Pro-GE) und Arbeitgeber-Verhandler Johannes Collini am Montag, 28. Oktober 2019, im Rahmen der Fortsetzung der KV-Verhandlungen zwischen Metalltechnischer Industrie und Gewerkschaft in Wien.

© APAGwerkschafter Rainer Wimmer (R/Pro-GE) und Arbeitgeber-Verhandler Johannes Collini am Montag, 28. Oktober 2019, im Rahmen der Fortsetzung der KV-Verhandlungen zwischen Metalltechnischer Industrie und Gewerkschaft in Wien.



Wien – Einen Verhandlungsmarathon bis in die Nacht erwarten Gewerkschaft und Arbeitgebervertreter heute, Montag, in der fünften Metaller-KV-Runde. Sollte es zu keiner Einigung auf einen neuen Kollektivvertrag kommen, dann wollen die Arbeitnehmervertreter ab morgen österreichweit Betriebsversammlungen abhalten und weitere Kampfmaßnahmen beschließen.

Der Obmann des WKÖ-Fachverbands Metalltechnische Industrie (FMTI), Christian Knill, will bei Bedarf auch am Dienstag weiterverhandeln. „Wir sind für einen fairen Abschluss bereit. Wir haben zwei Tage Zeit“, sagte Knill kurz vor Beginn der Verhandlungen vor Journalisten. Man habe „mit der Gewerkschaft immer Zwei-Tagesblöcke vereinbart“.

Noch „relativ weit auseinander“

Die Gewerkschaft will morgen aber nicht weiter verhandeln. „Grundsätzlich ist nur heute eine Verhandlung vereinbart. Für morgen sind bereits erste Betriebsversammlungen einberufen, im Falle eines Scheiterns“, hieß es von der Gewerkschaft zur APA.

Die Gewerkschaft beharrt weiterhin auf ihre Forderung nach einer 4,5-prozentigen Lohn- und Gehaltserhöhung bzw. einem Mindestbetrag von 100 Euro für die rund 130.000 Beschäftigten in der Metalltechnischen Industrie. Die Arbeitgeber hatten in der vierten Verhandlungsrunde ein Gehalts- und Lohnplus von 1,8 Prozent geboten. Die Arbeitgebervertreter fordern von der Gewerkschaft, dass die aktuelle Konjunktureintrübung berücksichtigt wird und die „unverhältnismäßig hohen“ Forderungen angepasst werden. Man sei noch „relativ weit auseinander“, sagte der Chef der Industriegewerkschaft PRO-GE, Rainer Wimmer, vor den Verhandlungen. (APA)