Letztes Update am So, 06.12.2015 20:21

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Markt

Weihnachten als Schuldenfalle, Experte rät zu Bargeld

Fünf Prozent der Österreicher verzichten auf Weihnachtseinkäufe.

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Wien – Die Schuldnerberatungen haben zu Jahresbeginn traditionell Hochbetrieb, sagt der Schuldnerberater Hans Grohs. Ein Flachbildfernseher auf Raten, ein Handy und dazu noch allerlei Kleingeschenke für die Verwandtschaft. Zu Weihnachten tappen viele Menschen in die Schuldenfalle. „Weil das Ganze so emotionalisiert abläuft, übernimmt man sich leichter“, sagt Grohs.

Der Schuldnerberater rät zu Bargeld. „Wenn ich mir vorher ansehe, wie viel ich tatsächlich zur Verfügung habe, nehme ich das Geld in bar und gehe damit einkaufen.“ Noch immer sei der Bezug zu Bargeld stärker als zu Plastikkarten. Von Käufen auf Pump rät Grohs ab. Zwar gebe es mittlerweile schon „kostenneutrale“ Angebote ohne Kreditgebühren, aber der Überblick über die eigene Finanzsituation gehe verloren, wenn zu viele Zahlungen vom Konto abgehen.

Gleichzeitig ortet er einen Trend zum Verzicht. Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Marketagent.com zeigt, dass fünf Prozent der Österreicher sich dem weihnachtlichen Schenken verweigern. Mehrheitlich gehören Männer, insbesondere der älteren Generation, diesem Typus an.

Ihnen gegenüber stehen die so genannten „vorbildlichen Geschenkenthusiasten“. Rund ein Siebentel gehört demnach dieser Kategorie an. Ihnen macht Geschenke-Einkaufen Spaß, sie genießen auch den Trubel in den Geschäften. Sie geben mit 413 Euro überdurchschnittlich viel für Geschenke aus. Laut Marketagent gehören mehrheitlich Frauen dieser Gruppe an. (APA)