Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 11.12.2015


Markt

Einkaufswochenende brachte leichtes Minus

Am 8. Dezember gab es ein Umsatzminus von 4 Prozent. Uhren, Schmuck, Spielwaren sind gefragte Weihnachtsgeschenke.

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© thomas boehm



Wien – Die Ausgaben der Österreicher für Weihnachts- geschenke bewegen sich heuer etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Nach einem stabilen Start am 1. Einkaufssamstag verzeichnete der Einzelhandel in Österreich auch am 2. Einkaufssamstag nominell keine Umsatzveränderungen zum Vorjahr, zeigt eine Erhebung der KMU-Forschung Austria.

Real dürfte der Handel bei einer Inflationsrate von 0,8 Prozent sogar ein Minus in den Kassen vorgefunden haben. Schlechter als im Vorjahr entwickelte sich das Geschäft am verkaufsoffenen Feiertag. Am 8. Dezember gingen die Umsätze im Vergleich zu 2014 um vier Prozent zurück. Die KMU-Forschung erklärt die Rückgänge damit, dass heuer wegen des verlängerten Wochenendes mehr Konsumenten anderen Freizeit­aktivitäten nachgegangen sind oder einen Kurzurlaub gebucht hatten. Zudem sei der Fenstertag vermehrt zum Einkauf von Weihnachtsgeschenken genutzt worden.

Einige Sparten sehen jedoch eine positive Entwicklung. Renner waren bislang vor allem Bücher, Schreibwaren und Kosmetika. Nach einem mäßigen Start kommt auch das Weihnachtsgeschäft im Spielwareneinzelhandel in Schwung. Mit Umsatzzuwächsen schließen auch der Uhren- und Schmuckeinzelhandel.

Aus der Erhebung lassen sich auch Trends dafür ablesen, was heuer vermehrt unter den Christbäumen liegen dürfte. So führt bei den Spielwaren der Klassiker Lego das Verkaufsranking an. Der Sporthandel berichtet über gute Absätze bei Ski-, Sport- und Bergschuhen. Zudem liegen heuer Armbanduhren als Weihnachtsgeschenk im Trend. Nicht ­verkauft haben sich hingegen Goldschmuck, Perlen und Düfte.

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Insgesamt geben die Österreicher heuer laut der KMU Forschung Austria im Schnitt 350 Euro für Weihnachtsgeschenke aus. Rund ein Drittel wird erst auf den letzten Drücker alle Geschenke gekauft haben. (TT)




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