Letztes Update am Di, 26.09.2017 14:35

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Negativzinsen

Tiroler Raiffeisenbanken zahlen 15 Millionen Euro zurück

Bereits im ersten Quartal 2018 sollen die Kunden ihr Geld am Konto haben.

Der Anspruch der Kunden der Tiroler Raiffeisenkunden erreicht eine Höhe von 15 Millionen Euro.

© Robert PariggerDer Anspruch der Kunden der Tiroler Raiffeisenkunden erreicht eine Höhe von 15 Millionen Euro.



Innsbruck – Das OGH-Urteil, wonach auch Raiffeisenbanken viel verrechnete Zinsen zurückzahlen müssen, hat auch Konsequenzen für die Raiffeisen-Landesbank Tirol AG (RLB Tirol AG). „Ich gehe davon aus, dass unsere Kunden im ersten Quartal 2018 ihr Geld auf dem Konto haben“, erklärte Vorstandsvorsitzender Johannes Ortner am Dienstag. Die Höhe der Ansprüche belaufe sich tirolweit auf rund 15 Millionen Euro.

Mehrere tausend Kreditnehmer erhalten Geld zurück, hieß es. „Wir sind mitten in der technischen Aufbereitung, damit die Rückerstattung an unsere Kunden so rasch als möglich erfolgen kann“, so Ortner. Es handle sich dabei um detaillierte Berechnungen, die technisch erst umgesetzt werden müssten. Die Raiffeisenbanken würden dabei eine exakte Rückrechnung vornehmen. „Diese Arbeiten laufen auf Hochtouren, werden aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen“, meinte der Vorstandsvorsitzende.

Das Raiffeisen-Bankenmodell unterscheide sich grundlegend von dem anderer Institute, argumentierte Ortner. „Raiffeisen ist in vielen Bereichen anders, was man auch an unserer Refinanzierungsstruktur klar erkennt. Wir bewegen vor allem heimisches Kapital und profitieren so nicht von internationalen Zinsvorteilen“, sagte der RLB Tirol-Chef. Es verstehe sich aber von selbst, dass die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes auch bei Raiffeisen in Tirol „unbestrittene Akzeptanz“ findet und man die Ansprüche der Kunden „zum ehestmöglichen Zeitpunkt“ erfüllen werde. (APA)