Letztes Update am Mi, 22.11.2017 09:18

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kosmetik

Bis zu zehn Euro Verlust bei Kosmetik im Pumpspender

Der Verein für Konsumenteninformation hat aufgrund zahlreicher Beschwerden Pumpverschlüsse bei Bodylotion getestet. Im schlechtesten Fall blieb fast ein Fünftel in der Flasche zurück.

 (Symbolfoto)

© Keystone (Symbolfoto)



Wien – „Ich sehe nicht ein, dass ich aus einer 500­ml­-Flasche nur rund 80 Prozent des Inhalts - ohne mich zu verletzen - entnehmen kann“ - so oder ähnlich lauteten etliche Beschwerden an den Verein für Konsumenteninformation (VKI). Die Verbraucherschützer prüften daraufhin, wie gut Pumpspender mit Kosmetika funktionieren. Im Magazin „Konsument“ orten sie „Handlungsbedarf bei der Industrie“.

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen getesteten Produkten waren erheblich. Bei manchen war der Inhalt zu 98 Prozent nutzbar, im schlechtesten Fall blieb fast ein Fünftel in der Flasche zurück. Das kann einen Verlust von bis zu zehn Euro bedeuten.

Weleda schneidet gut ab

Am besten schnitt die Citrus­Pflegelotion von Weleda ab. Sie ist zum einen sehr dünnflüssig, zum anderen mit einem Mechanismus ausgestattet, der beim Pumpen in der Flasche einen Unterdruck erzeugt. Am anderen Ende der Testtabelle landeten Produkte von Kiehl‘s (19 Prozent Verlust), The Body Shop (18 Prozent), Clarins (17 Prozent), Urtekram (16 Prozent), Balea und Alverde (jeweils 14 Prozent), Neutrogena und La Roche Posay (jeweils 13 Prozent), Garnier und Penaten (jeweils zehn Prozent).

Die Verluste können ganz schön ins Geld gehen, rechneten die Konsumentenschützer vor: „Von der hochpreisigen Lait Buste Ultra­Fermete von Clarins (50 ml kosten 53,95 Euro) landet eine Menge im Wert von knapp zehn Euro im Mistkübel.“ Bei der Kiehl‘s­Lotion machen die 19 Prozent rund 7,70 Euro aus.

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So wurde getestet: 20 Kosmetikprodukte verschiedener Hersteller, vor allem Bodylotions, wurden zunächst bei Raumtemperatur gelagert, dann gewogen, dann wurde gepumpt, bis nichts mehr herauskam. Die Prozedur wurde an insgesamt fünf Tagen wiederholt und zuletzt jeder einzelne Behälter erneut gewogen. „Um diesen Rest nutzen zu können, hätte man die Flaschen aufschneiden müssen. Dies ist jedoch bei Glasflaschen nicht möglich und bei manchen Kunststoffbehältern mit einem nicht unbeträchtlichen Verletzungsrisiko verbunden“, kritisierten die Tester. (APA)