Letztes Update am Di, 19.06.2018 11:59

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Verbraucherschutz

OGH: Diners-Club-Kunden haben Recht auf Rückforderungen

Betroffene können nun etwa für die rechtswidrige Verrechnung von zwei Euro pro Kontoauszug ihr Geld zurückverlangen.

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Wien – Kunden der Diners-Club-Bank haben nach erfolgreicher Klage des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) nun ein Recht auf Rückforderungen. Der OGH erklärte alle von VKI beanstandeten sechs Punkte in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für gesetzeswidrig.

Betroffene können nun etwa für die rechtswidrige Verrechnung von zwei Euro pro Kontoauszug ihr Geld zurückverlangen. Zudem befand der OGH einige Klauseln, die Verzugszinsen betreffen, für unrechtmäßig. Eine Klausel sah beispielsweise vor, dass die Zinsen monatlich kapitalisiert werden. Dabei wurden aber Verbraucher nicht über den Zinseszinseffekt informiert. Außerdem waren Verzugszinsen in der Höhe von 15 Prozent pro Jahr vereinbart, ohne zu berücksichtigen, dass Verzugszinsen in einer solchen Höhe nur bei Verschulden des Kreditkarteninhabers verlangt werden dürfen. Betroffene Konsumenten haben daher zu viel Verzugszinsen gezahlt. (APA)