Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 03.07.2018


Markt

4,7 Milliarden rollen, viele Urlaube auf Pump

Zakynthos, Griechenland

© thomas boehmZakynthos, Griechenland



Wien – Die Reiselust der Österreicher ist ungebrochen, pro Person sollen laut einer Umfrage 1100 Euro für den Sommerurlaub ausgegeben werden. Insgesamt fließen damit heuer rund 4,7 Milliarden Euro in den Sommerurlaub.

Anders als im Vorjahr greifen die Reisewilligen allerdings bei der Finanzierung vermehrt auf ihr so genanntes Urlaubsgeld und weniger auf ihre Ersparnisse zurück, erklärt die Erste Bank. Um sich den Urlaub leisten zu können, bitten mittlerweile 9 Prozent der Befragten ihr Umfeld um finanzielle Unterstützung, geht aus einer am Montag veröffentlichten Erhebung hervor. In der Umfrage vom Vorjahr taten dies erst 4 Prozent. 56 Prozent der Österreicher greifen für die Sommerfrische auf Ersparnisse zurück, 2017 waren es noch 77 Prozent. Über ein Drittel (2017: 27 Prozent) finanziert die Reise vom 14. Gehalt, schreibt die Erste Bank.

Beim Bezahlen im Urlaub bleiben die Österreicher dem Bargeld noch weitgehend treu: „Laut unserer aktuellen Integral-Umfrage bezahlen die Österreicher im Urlaub am liebsten mit Bargeld, gefolgt von Bankomat- und Kreditkarte“, so Ertan Piskin von der Erste Bank.

60 Prozent würden ihr Geld noch vor dem Urlaub wechseln, ein Viertel will Cash am Zielort abheben. Jedoch sei die GeoControl-Funktion, die die heimischen Banken vor rund dreieinhalb Jahren eingeführt haben, noch weitgehend unbekannt. Nur 36 Prozent der Befragten wissen, dass sie die Bankomatkarte für Behebungen in bestimmten Ländern erst freischalten müssen. (APA, TT)




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