Letztes Update am Di, 03.07.2018 17:06

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gesundheitsbedenken

Aldi und Lidl stoppen in Holland Energydrink-Verkauf an Kinder

Der niederländische Verband von Kinderärzten hatte Anfang des Jahres ein Verbot der Energiegetränke für Kinder unter 18 Jahren gefordert.

© iStockEnergydrinks sind bei der Jugend gefragt, Ärzte warnen.



Amsterdam – Die Discounter Aldi und Lidl werden ab 1. Oktober in den Niederlanden keine Energydrinks mehr an Kinder verkaufen. Aldi begründete am Dienstag den Schritt mit „zunehmenden Sorgen in der Gesellschaft“. „Indem wir Energydrinks nicht mehr an Kinder verkaufen, stimulieren wir sie, eine gesündere Wahl zu treffen“, schrieb der Discounter

Auch Lidl kündigte am Dienstag einen Verkaufsstopp für Energydrinks an Kinder in den Niederlanden an. „Dies ist erst ein erster Schritt“, sagte eine Sprecherin von Lidl im Radio. Möglicherweise werde das Mindestalter noch erhöht.

Energiegetränke gelten wegen des hohen Gehalts an Koffein und Zucker als ungesund. Sie können Ärzten zufolge zu Unruhe, Übermüdung und Herzrhythmusstörungen führen. Der niederländische Verband von Kinderärzten hatte Anfang des Jahres ein Verbot der Energiegetränke für Kinder unter 18 Jahren gefordert. Das hatte das Gesundheitsministerium zwar abgelehnt, Schulen, Sportvereine und Unternehmen aber zu Maßnahmen aufgerufen. (APA/dpa)