Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 15.07.2018


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Einigung im Streit um AUA-KV: Keine Ausfälle

Für Piloten und Flugbegleiter gilt noch der alte und teurere AUA-Bord-Kollektivvertrag. Das hat der EuGH entschieden.

© APAFür Piloten und Flugbegleiter gilt noch der alte und teurere AUA-Bord-Kollektivvertrag. Das hat der EuGH entschieden.



Wien – In den Turbulenzen des neu entflammten Tarifstreits für das Bordpersonal der Austrian Airlines (AUA) haben Gewerkschaft und Management nun doch noch einen gemeinsamen Kurs gefunden. Die angekündigte Betriebsversammlung mitten in der Hauptreisezeit am 25. Juli ist hinfällig, hieß es zur APA. Die vorprogrammierten Flugausfälle wurden abgewendet. Man habe sich auf ein neues Eckpunktepapier verständigt, verkündete Belegschaftsvertreter und vida-Gewerkschafter Johannes Schwarcz am Samstagabend „weißen Rauch“. „Wir freuen uns, dass wir noch eine Einigung gefunden haben“, bestätigte auch AUA-Sprecher Peter Thier.

Der endgültige Kollektivvertrag (KV) für die über 4000 Flugbegleiter und Piloten der österreichischen Lufthansa-Tochter soll laut Schwarcz Ende Juli beziehungsweise Anfang August unterschrieben werden. Der Abschluss des neuen KV, der schon am 18. Juni fixiert hätte werden sollen, stand diese Woche vor dem Aus – Gewerkschaft und Unternehmen warfen einander vor, die Anfang Mai getroffene Grundsatzvereinbarung aufschnüren zu wollen.

Der Betriebsrat kritisierte, dass die AUA neue Forderungen auf den Tisch gelegt habe. „Diese Vorgehensweise ist zutiefst irritierend“, so die Arbeitnehmervertreter. „Für uns ist der Abbruch der Nachverhandlungen nicht nachvollziehbar“, so die Airline. Es sei bei der Ausformulierung des Kollektivvertrags zuletzt nur noch ein Detailpunkt offen gewesen, die Mehrleistungsfaktorisierung bei Teilzeit-Piloten, meinte AUA-Sprecher Thier. (APA)

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