Letztes Update am Mi, 25.07.2018 12:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Reise

AK-Vergleich: 200 Euro Differenz bei Mietautos auf Mallorca

Konsumentenschützer haben erhebliche Preisunterschiede bei Mietautos erhoben. Sie raten, genau auf die im Vertrag angebotenen Leistungen zu schauen.

© PantherMedia / Alex VarlakovSymbolfoto.



Linz – Wer im per Flug erreichten Urlaubsort mobil sein will, mietet sich ein Auto – dabei sollte man auf den Preis, aber auch auf die Leistung achten, empfehlen die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich. 200 Euro liegen zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot für die erste Augustwoche auf Mallorca. Insgesamt wurden Offerte bei sechs Anbietern für elf beliebte Ziele verglichen.

Die Tester erhoben die Preise inklusive aller Steuern für die günstigste Autokategorie mit einem zusätzlichen Navigationssystem in der ersten Augustwoche für Bourgas in Bulgarien, die griechischen Destinationen Korfu, Kos und Rhodos, Ibiza, Mallorca, Gran Canaria, Malta, Lissabon (Portugal), Palermo (Italien) und Larnaca (Zypern). Unlimitierte Kilometer sowie eine Vollkasko- und Diebstahlsversicherung mussten inkludiert sein, hieß es in einer Presseaussendung am Mittwoch.

Auf Mallorca lag das günstigste Angebot bei 182 Euro, das teuerste bei 385 Euro. In Bourgas zahlt man von 257 bis 300 Euro, auf Korfu 386 bis 478 Euro, auf Kos 317 bis 455, auf Rhodos 333 bis 468 Euro. Auf Gran Canaria ist man bereits um 75 Euro mobil, die Spanne reicht bis 153 Euro. Auf Ibiza müssen Urlauber 176 bis 330 Euro hinblättern. Auf Malta verlangen die Firmen von 177 bis 267 Euro für die günstigsten Pkw. In Lissabon cruist man ab 309 bis 411 Euro durch die Straßen, in Palermo schlägt sich ein kleines Mietauto mit 301 bis 387 Euro in der Urlaubskasse nieder. Zypern kann hingegen bereits um 154 bis 217 auf geborgten vier Rädern erkundet werden.

Genau auf die angebotenen Leistungen schauen

Die Konsumentenschützer raten, genau auf die im Vertrag angebotenen Leistungen zu schauen. Der Versicherungsschutz sei sehr unterschiedlich und die Selbstbehalte gehen von Null bis 1800 Euro. Ein Navigationssystem kann lediglich 40 aber auch bis zu 120 Euro kosten. Sie empfehlen eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbehalt, wenn man auf Nummer sicher gehen möchte. Bei der inkludierten Haftpflichtversicherung solle man darauf achten, dass die Deckungssumme nicht zu gering ist, eine Aufstockung lohne sich.

Wichtig ist, den Mietvertrag schriftlich und in einer Sprache, die man gut versteht, zu bekommen. Wie alt der Fahrer mindestens sein soll, welchen Führerschein er besitzen muss und ob unbefestigte Straßen benutzt werden dürfen, sollte vorab geklärt werden. Vor der Übernahme lohnt es sich, das Fahrzeug auf etwaige Schäden zu überprüfen und auch kleinste Mängel vom Vermieter bestätigen zu lassen sowie diese zu fotografieren. Kommt es während des Urlaubs zu einem Schaden, rät die AK die Polizei zu verständigen und einen Unfallbericht anzufertigen. Es empfiehlt sich, das Fahrzeug während der Geschäftszeiten zurückzugeben, andernfalls ist wieder eine umfassende Fotodokumentation ratsam. (APA)