Letztes Update am Do, 26.07.2018 14:32

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Streiks

Ryanair will Passagiere für Flugausfälle nicht entschädigen

Die Airline beruft sich auf „außergewöhnliche Umstände“, Fluggasthelfer-Portale kritisieren dagegen die Haltung von Ryanair als inakzeptabel.

© REUTERSWegen eines zweitägigen Flugbegleiterstreiks in mehreren Ländern fielen bereits am Mittwoch rund 500 Flüge des Billigfliegers aus.



Dublin — Der irische Billigflieger Ryanair will seine Passagiere nicht für Flugausfälle und -verspätungen infolge des aktuellen Streiks entschädigen. Aufgrund der „außergewöhnlichen Umstände" werde sie nichts bezahlen, teilte Europas größte Billig-Airline am Donnerstag in Dublin mit.

Nach EU-Recht ist laut Ryanair keine Entschädigung fällig, wenn „die Gewerkschaft unangemessen und völlig außerhalb der Kontrolle der Fluggesellschaft handelt". Fluggasthelfer-Portale kritisierten dagegen die Haltung der Airline als inakzeptabel.

Zehntausende Passagiere betroffen

Das Kabinenpersonal von Ryanair setzte am Donnerstag seinen zweitägigen Ausstand fort. Bereits am Mittwoch hatte der Ausstand mitten in der Ferienzeit bei vielen Reisenden für Ärger gesorgt. Betroffen waren Zehntausende Passagiere.

Der Streik bei Ryanair hat derzeit keine unmittelbaren Auswirkungen auf Österreich. Die Ryanair-Tochter Laudamotion ist vom Streik nicht betroffen. Laudamotion bekräftigte am Mittwoch erneut, dass „die Streiks keine Auswirkung auf unsere Laudamotion Flüge haben." In Österreich fliegt Ryanair nur nach Salzburg, wobei die nächste Verbindung erst für Freitag geplant ist. (APA/dpa)