Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 10.10.2018


Österreich

Immobilien-Preise und Mieten zogen auch in Tirol stark an

Die Mieten stiegen seit 2013 um mehr als 14 Prozent, die Eigentumspreise sogar um ein Viertel. Tirol bleibt eines der teuersten Pflaster.

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Von Stefan Eckerieder

Wien – „Österreich ist ein Land der Mieter“, sagte gestern Statistik-Austria-Chef Konrad Pesendorfer. Knapp die Hälfte der Österreicher lebt im Eigentum, rund 43 Prozent sind Mieter. „Der Anteil von Mietwohnungen ist im internationalen Vergleich sehr hoch“, so Pesendorfer. Doch sowohl Eigentümer als auch Mieter mussten in den vergangenen Jahren hohe Preissteigerungen in Kauf nehmen. So stiegen die Mieten zwischen 2013 und 2017 im Durchschnitt um 14,6 Prozent. Noch stärker fielen die Preissteigerungen beim Eigentum aus. Der Häuserpreisindex (Preisveränderung von Häusern und Wohnungen) stieg im selben Zeitraum um 24,1 Prozent. Besonders hoch sind die Preise in Tirol, erklärte der Statistik-Austria-Chef Konrad Pesendorfer gestern im Klub der Wirtschaftspublizisten, wo er die Studie „Wohnen 2017“ präsentierte.

Quer durch alle Wohnformen gilt: Die Hälfte der Haushalte gibt bis zu 16 Prozent des Haushaltseinkommens fürs Wohnen aus, ein Viertel muss 25 Prozent oder mehr aufwenden.