Letztes Update am Mo, 19.11.2018 16:41

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kryptowährungen

Bitcoin taumelt in Richtung 5000 Dollar: Neues einjähriges Tief

Am Montagvormittag setzte sich der breite Ausverkauf fort. Auf der großen Handelsplattform Bitstamp fiel der Bitcoin-Kurs mit 5173 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Oktober 2017.

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Frankfurt am Main – Digitalwährungen wie Bitcoin stehen weiter unter erheblichem Druck. Am Montag setzte sich der schon in der vergangenen Woche zu beobachtende breite Ausverkauf fort. Der Bitcoin als älteste und bekannteste Kryptowährung fiel in Richtung der Marke von 5000 Dollar (4067 Euro). An den Börsen war von einer breit angelegten schlechten Stimmung gegenüber Digitalanlagen die Rede.

Auf der großen Handelsplattform Bitstamp fiel der Kurs des Bitcoin zum Wochenstart bis auf 5080 US-Dollar. Das war der tiefste Stand seit Oktober 2017, also seit gut einem Jahr. Allein seit vergangenem Mittwoch belaufen sich die Verluste auf fast 20 Prozent. Von seinem Rekordhoch bei 20.000 Dollar – erreicht im Dezember 2017 – liegt der Bitcoinkurs meilenweit entfernt.

Nicht nur der Bitcoin, auch andere bekannte Kryptowährungen wie Ether, Litecoin oder XRP standen zu Wochenbeginn abermals unter Druck. Der Gesamtwert aller rund 2.000 Digitalanlagen beläuft sich nach Angaben der Internetseite Coinmarketcap auf gut 170 Mrd. Dollar. Vergangenen Mittwoch waren es noch 210 Mrd. Dollar gewesen, zu Zeiten des Krypto-Booms waren es in der Spitze fast 830 Mrd. Dollar – fast fünfmal so viel wie jetzt.

Am Markt kursieren zahlreiche Gründe für die Kursschwäche digitaler Anlagen. Dazu zählt in erster Linie das vergebliche Warten vieler Bitcoin-Anhänger auf die Einführung eines börsengehandelten Indexfonds (ETF) lautend auf Bitcoin. Hinzu kam in letzter Zeit die Aufspaltung von Bitcoin Cash. Diese Kryptowährung war einst selbst nach einer Aufspaltung aus Bitcoin hervorgegangen. Die neuerliche Abspaltung sorgte für Streit in der Bitcoin-Anhängerschaft und daher für schlechte Stimmung. (APA/dpa)