Letztes Update am Fr, 07.12.2018 09:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Handelsbilanz

Außenhandel bis September mit deutlichem Wachstum

In den ersten drei Quartalen zogen sowohl Im- und Exporte kräftig an. Das Handelsbilanzdefizit verringert sich von 4,27 auf 3,68 Mrd. Euro.

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Wien – Österreichs Außenhandel floriert. In den ersten drei Quartalen zogen sowohl Im- und Exporte kräftig an. Während die Einfuhren bis September nominell um 5,2 Prozent auf 115,2 Mrd. Euro stiegen, viel das Plus bei den Ausfuhren mit 6,0 Prozent auf 111,6 Mrd. Euro noch deutlicher aus. Das Handelsbilanzdefizit verringert sich von 4,27 auf 3,68 Mrd. Euro, teilte die Statistik Austria am Freitag mit.

Arbeitstägig bereinigt viel der Zuwachs noch stärker aus, nämlich 5,5 Prozent bei den Ein- und 6,1 Prozent bei den Ausfuhren.

Aus der Europäischen Union (EU) wurden Waren im Wert von 81,54 Mrd. Euro (+5,2 Prozent) importiert und im Wert von 78,35 Mrd. Euro (+6,4 Prozent) exportiert. Das Handelsbilanzdefizit mit der EU verringerte sich von 3,87 auf 3,19 Mrd. Euro. Die drei wichtigsten Exportländer waren Deutschland (+5,8 Prozent auf 33,97 Mrd. Euro), Italien (+8,8 Prozent auf 7,31 Mrd. Euro) sowie Frankreich (-6,2 Prozent auf 4,76 Mrd. Euro).

Außenhandel mit Drittstaaten ebenfalls positiv

Mit Drittstaaten zeigte sich der Außenhandel ebenfalls positiv. Die Importe stiegen um 5,1 Prozent auf 33,69 Mrd. Euro und die Exporte um 4,9 Prozent auf 33,19 Mrd. Euro. Daraus ergab sich ein von 0,41 auf 0,49 Mrd. Euro gestiegenes Handelsbilanzpassivum. Die Ausfuhren in die USA zogen um 9,1 Prozent auf 7,72 Mrd. Euro an, in die Schweiz verringerten sie sich um 1,3 Prozent auf 5,19 Mrd. Euro, nach China erhöhten sie sich um 8,7 Prozent auf 2,94 Mrd. Euro.

Im Monat September wurden um 1,1 Prozent (nomineller Wert: 12,63 Mrd. Euro) mehr Waren importiert und um 2,8 Prozent (12,42 Mrd. Euro) mehr exportiert. Das Passivum halbierte sich von 0,42 auf 0,21 Mrd. Euro. Arbeitstägig bereinigt stiegen die Importe um 3,8 Prozent und die Exporte um 6,3 Prozent.

Rückgang bei Importen aus der EU, Plus bei Exporten

Die Importe aus der EU gingen im September von 9,00 auf 8,94 Mrd. Euro zurück, die Exporte in die EU zogen dagegen leicht von 8,48 auf 8,56 Mrd. Euro an. Das Passivum verringerte sich von 0,52 auf 0,38 Mrd. Euro. Aus Drittstaaten wurden Waren im Wert von 3,69 Mrd. Euro (+5,6 Prozent) importiert und im Wert von 3,86 Mrd. Euro (+7,3 Prozent) in diese Länder exportiert. Das Handelspassivum stieg von 0,10 auf 0,17 Mrd. Euro.

Rumänien, das Anfang 2019 Österreich als EU-Vorsitzland ablösen wird, ist unter den 20 wichtigsten Außenhandelspartnern. In den ersten neun Monaten stiegen die Einfuhren aus Rumänien um 9,5 Prozent auf 1,10 Mrd. Euro, die Ausfuhren nach Rumänien erhöhten sich um 14 Prozent auf 1,91 Mrd. Euro. Bei den Einfuhren bedeutete das Rang 20 mit einem Anteil an den gesamten Importen von 1,0 Prozent und bei den Ausfuhren Rang 15 mit einem Anteil von 1,7 Prozent. (APA)