Letztes Update am Mi, 20.03.2019 11:20

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Immo-Markt

Hauptmieten zogen im vierten Quartal 2018 weiter an

Kaltmieten inklusive Betriebskosten erhöhten sich innerhalb von fünf Jahren um rund 18 Prozent auf 7,9 Euro pro Quadratmeter. Im Jahresabstand betrug das Plus im Schnitt 2,6 Prozent.

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Wien, Innsbruck – Das Wohnen in den 1,64 Millionen Hauptmietwohnungen in Österreich ist im vierten Quartal des abgelaufenen Jahres wieder merklich teurer geworden. Innerhalb von fünf Jahren stiegen die Kaltmieten inklusive Betriebskosten und Umsatzsteuer um 17,9 Prozent auf 7,9 Euro pro Quadratmeter. Alleine gegenüber dem vierten Quartal 2017 erhöhten sich die Mieten laut Statistik Austria um 2,6 Prozent.

Im österreichweiten Schnitt kostete eine Wohnung 524,2 Euro pro Monat - die Betriebskosten beliefen sich auf durchschnittlich 134,1 Euro bzw. 2,1 Euro pro Quadratmeter. Gegenüber dem Schlussquartal 2017 blieben die Betriebskosten unverändert, im Fünfjahresvergleich legten sie allerdings um 10,5 Prozent zu.

Im vierten Quartal 2013 waren hierzulande für eine Hauptmietwohnung noch durchschnittlich 456,3 Euro (inklusive Betriebskosten und Umsatzsteuer) zu bezahlen gewesen - ohne Heizungs- bzw. Warmwasserkosten und Autoabstellplatz. Im vierten Quartal 2017 waren es 509,6 Euro.Die Angaben beruhen auf der Mikrozensus-Wohnungserhebung, bei der rund 20.000 Haushalte, davon mehr als 7.000 Hauptmiethaushalte, pro Quartal stichprobenartig befragt werden.

Gefälle Stadt-Land und Ost-West

Bei den Mieten zeigt sich allerdings ein starkes West-Ost-Gefälle. Am höchsten waren die Mieten 2018 in Salzburg mit durchschnittlich 9,2 Euro pro Quadratmeter, vor Vorarlberg mit 8,8 Euro und Tirol mit 8,5 Euro.Deutlich günstiger wohnt man in Niederösterreich mit 6,8 Euro pro Quadratmeter, in Kärnten (6 Euro) und im Burgenland (5,8 Euro).

Neben demWest-Ost-Gefälle gibt es ein spürbares Stadt-Land-Gefälle. Alle Landeshauptstädte lagen – außer in Niederösterreich– über den Durchschnittspreisen in den jeweiligen Bundesländern. Zum Vergleich: In Innsbruck lagen die durchschnittlichen Kosten etwa 15 Prozent über dem Durchschnitt des Bundeslandes. (APA, TT.com)