Letztes Update am Mi, 29.05.2019 09:20

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wirtschaftswachstum

Dämpfer für Österreichs Wirtschaft im 1. Quartal nicht ganz so stark

Das BIP lag laut Wifo ein drittes Mal in Folge 0,4 Prozent über Vorquartal. Im Jahresabstand betrug das Wachstum 1,4 Prozent.

Symbolbild.

© dpa/Boris RoesslerSymbolbild.



Wien – Heuer zu Jahresbeginn ist der Dämpfer für die österreichische Wirtschaft nicht ganz so stark ausgefallen wie zunächst erwartet. Auch von Jänner bis März wuchs das BIP gegenüber dem Vorquartal - wie schon in den beiden Vierteljahren davor – real um 0,4 Prozent. Und im Jahresabstand schaute noch 1,4 Prozent Wachstum heraus – mehr als die vom Wifo ursprünglich errechneten 1,1 Prozent.

Die moderate konjunkturelle Entwicklung habe sich weiter fortgesetzt, erklärte das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) am Mittwoch. Die Konsum- und Investitionsnachfrage sei stark verlaufen. Vor allem die Bauinvestitionen hätten sich kräftig ausgeweitet. Abgeschwächt habe sich dagegen, schon seit Mitte 2018, die exportgetragene Industriekonjunktur.

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Binnennachfrage als Wachstumsstütze

Als stabile Wachstumsstütze der Wirtschaft erwies sich laut Wifo erneut die Binnennachfrage - sowohl die privaten Konsumausgaben (inkl. private Organisationen ohne Erwerbszweck) als auch die öffentlichen Konsumausgaben expandierten um 0,4 Prozent. Die Bruttoanlageinvestitionen (Ausrüstungs- und Bauinvestitionen) wuchsen im ersten Quartal mit 0,8 Prozent „robust“. Während zwar die Dynamik der Ausrüstungsinvestitionen seit dem zweiten Halbjahr 2018 nachließ, expandierten die Bauinvestitionen anhaltend kräftig. Bei den Fahrzeuginvestitionen war die Entwicklung rückläufig, die Nachfrage nach Maschinen und Elektrogeräten war dagegen „gut“.

Die heimische Exportnachfrage stieg - angesichts der robusten internationalen Entwicklung - um 0,6 Prozent. Die Warenexporte expandierten mit 0,4 Prozent etwas stärker als vom Wifo noch in der Schnellschätzung von Ende April angenommen. „Insgesamt bestätigte sich hier jedoch das Bild der seit Mitte 2018 abnehmenden Dynamik“, erklärte das Institut am Mittwoch. Die Importnachfrage stieg bis März um 0,4 Prozent, jene der Waren um 0,6 Prozent.

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Auch in der Industrie nahm die Konjunkturdynamik laut Wifo zuletzt weiter ab. In der Sachgütererzeugung stagnierte die Wertschöpfung (nach plus 0,1 Prozent im 4. Quartal 2018). Der Bau-Boom setzte sich dagegen fort (plus 0,6 Prozent nach plus 0,7 Prozent im 4. Quartal). Die Dienstleistungsbereiche unterstützten das Wirtschaftswachstum ebenfalls.

Im Handel stieg die Wertschöpfung um 0,1 Prozent, in der Beherbergung und Gastronomie um 1,2 Prozent. Im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen, technischen und sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wurde sie laut Wifo um 0,5 Prozent ausgeweitet. (APA)