Letztes Update am Mi, 29.05.2019 10:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Güterverkehr

2018 wurden weniger Güter auf Österreichs Schienen transportiert

DAs Transportaufkommen auf der Schiene isst gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent gesunken.

 9,1 Prozent aller beförderten Güter waren als „Gefahrengut“ klassifiziert.

© boehm 9,1 Prozent aller beförderten Güter waren als „Gefahrengut“ klassifiziert.



Wien – Währende der innerösterreichischen Güterverkehr auf der Straße 2018 gestiegen ist, wurden im Vorjahrweniger Güter auf der Schiene transportiert. Insgesamt ging das Transportaufkommen 2018 um 2,1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2017 auf rund 105,3 Millionen Tonnen zurück. Die im Inland erbrachte Transportleistung fiel ebenfalls um 1,2 Prozent auf knapp 22 Mrd. Tonnenkilometer, wie die Statistik Austria am Mittwoch mitteilte.

Dabei wurde ein überwiegender Teil der Güter mit inländischen Bahnen transportiert: 89 Prozent der Tonnage bzw. 91 Prozent der Transportleistung entfielen auf österreichische Bahnen. Ausländische Bahnen waren vor allem im Transitverkehr tätig.

Auf den Transit entfiel mit rund 31,3 Mio. Tonnen oder 29,7 Prozent der größte Teil des Transportaufkommens, wobei knapp drei Viertel der im Transitverkehr beförderten Güter in Deutschland ein- oder ausgeladen wurden. 46,5 Prozent des Transitverkehrs fand zwischen Deutschland und Italien statt, weitere 10,3 Prozent zwischen Deutschland und Ungarn. Im Vergleich zu 2017 legte das Volumen im Transitverkehr leicht um 0,3 Prozent zu.

Grenzüberschreitender Versand gestiegen

Ebenfalls gestiegen ist das Transportvolumen im grenzüberschreitenden Versand (plus 0,6 Prozent), während das Transportvolumen im grenzüberschreitenden Empfang um 5,6 Prozent und das Volumen im Inlandsverkehr um 2,9 Prozent zurückgingen. Der Inlandsverkehr machte mit 27,6 Prozent oder 29,1 Mio. Tonnen etwas mehr als ein Viertel des Transportvolumens aus.

Meist beförderte Güter waren 2018 „Erze, Steine und Erden“ sowie „Metalle und Halbzeug daraus“ mit insgesamt knapp 20 Prozent. 9,1 Prozent aller beförderten Güter waren als „Gefahrengut“ klassifiziert. Knapp 40 Prozent der Güter konnten keiner Gruppe zugewiesen werden, da „über die Art der in intermodalen Transporteinheiten transportieren Güter häufig keine Informationen verfügbar waren“, schreibt die Statistik Austria. (APA)