Letztes Update am Fr, 21.06.2019 14:21

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nahrungsmittelindustrie

Österreichische Milchlobby kritisiert Eurostat-Preisvergleich

Laut der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter werden Qualitätsstandards und Kaufkraftparität beim Preisvergleich der Statistikbehörde Eurostat nicht berücksichtigt.

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Wien – Laut EU-Statistikbehörde Eurostat liegen die Preise für Milch, Käse und Eier in Österreich um 7 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Am teuersten sind diese Lebensmittel in Zypern, am billigsten in Polen. Die österreichische Milchlobby (VÖM - Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter) kritisierte heute, dass Qualitätsstandards und Kaufkraftparität bei solchen Preisvergleichen fehlten.

Berücksichtige man Einkommen, Kaufkraftparität und die hohen Qualitäten der heimischen Milchprodukte, dann seien diese in Österreich „äußerst günstig“, sagte VÖM-Präsident Helmut Petschar am Freitag laut einer Aussendung.

Nahrungsmittel in Österreich im EU-Vergleich extrem teuer

„Nicht einberechnet in derartige Preisvergleiche sind die überdurchschnittlich hohe Anzahl an Rabatten im österreichischen Lebensmittelhandel, weiters gibt es keine Erklärungen darüber, wer welchen Anteil dieser Endverbraucherpreise erhält, angesichts der steigenden Spannen des Lebensmitteleinzelhandels in Österreich ein wichtiger Aspekt“, so Petschar.Um all dies zu erhalten, sei es notwendig, dass diese Leistungen besser abgegolten werden, forderte der VÖM-Präsident.

Eurostat setzte den EU-Durchschnitt mit 100 an, Österreich kommt bei Milch, Käse und Eier auf 107. Bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken kommt Österreich auf 125 und ist damit das zweitteuerste EU-Land gleichauf mit Luxemburg. (APA)