Letztes Update am Di, 30.07.2019 12:13

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Spritpreise

Spritpreis: Durchschnittslohn in Österreich ist 1817 Liter Benzin wert

Für eine Durchschnittseinkommen in Österreich bekommt man laut einer Untersuchung 1817 Liter Sprit, in Venezuela gar 14 Milliarden Liter.

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Krakau — Der Benzinpreis hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel vom Ölpreisen auf internationalen Märkten, Steuern oder Margen von den Tankstellenbesitzern. Nun hat die „Schnäppchen-Plattform" Picodi erhoben, wie viele Liter Sprit ein Konsument für den Durchschnittslohn in Österreich und anderen europäischen Ländern kaufen kann. Ein erstes Fazit: Laut der Studie bedeutet der Zugriff zu größeren Rohstoffressourcen nicht immer, das Benzin für einen Durchschnittsverbraucher leichter zugänglich ist.

Österreich befindet sich auf der sechsten Stelle dieses Rankings. Für einen Durchschnittslohn von 2239 Euro können sich die Österreicher 1817 Liter Sprit leisten. Der statistischer Österreicher befindet sich eine Stufe niedriger auf der Rangliste als ein statistischer Ire (1865 Liter Kraftstoff für zirka 2570 Euro) und eine Stufe höher im Vergleich zu den Bewohner von Deutschland (1740 Liter Benzin für 2239 Euro). Das günstigste Preisverhältnis von einem Liter Benzin zum Durchschnittsgehalt, in diesem Teil der Welt, findet man in der Schweiz und in Luxemburg — also in den Ländern, in denen kein Öl gefördert wird. Das durchschnittliche Gehalt dort ermöglicht den Bewohnern sich 3388 bzw. 2827 Liter Sprit zu gönnen. Der dritte Platz, unter den von Picodi analysierten 42 Ländern, ist von Norwegen belegt (1989 Liter).

Am Ende der Liste stünden Länder wie Moldawien, die Ukraine und Albanien, in denen die durchschnittliche Gehaltskapazität 300 Liter Benzin nicht überschreite, also nur ein Zehntel davon sei, was sich der Spitzenreiter der europäischen Rangliste leisten kann.

14 Milliarden Liter Sprit für 26 Euro

Auf der Suche nach der höchsten Quote der gekauften Liter Benzin hat Picodi nach eigenen Angaben Preise und Gehälter in mehr als 100 Ländern auf sechs Kontinenten analysiert. Führend in dieser Rangliste sei Venezuela, wo ein Liter Benzin 0,000000002 Euro kostet, damit könne man für ein durchschnittliches Gehalt von rund 26 Euro über 14 Milliarden Liter Sprit kaufen. Angesichts der chaotischen Zustände in dem südamerikanischem allerdings ein mehr als schwacher Trost für die Bevölkerung.

Die eigentliche Spitzenreiter der Rangliste sind laut Picodi die Staaten des Persischen Golfs. In Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten würdne die Preise für einen Liter zwischen 0,4 und 0,6 Euro pendeln. Für das nationale Durchschnittseinkommen könne man dort zwischen 4900 und 6500 Liter Benzin kaufen.

Billiger Sprit, aber niedriger Lohn

Die hohe Position von USA oder Kanada, erkläre sich nicht nur durch die hohe Vergütung, sondern auch durch die Menge an geförderten Öl. Die Schweiz und Luxemburg wiederum würden sich nur durch hohes Einkommen auszeichnen. Die geringste Literzahl für das Durchschnittsgehalt kann in Madagaskar (42 Liter), in Tadschikistan (131 Liter) und in Sambia (137 Liter) gekauft werden.

Nigeria sei ebenfalls ein interessantes Beispiel. Obwohl es ein Land ist, das beträchtliche Mengen Öl fördert und exportiert, als auch einen der günstigsten Benzinpreise pro Liter anbietet (0,36 Euro po Liter), reicht der wirklich niedrige Durchschnittslohn von 179 Euro nicht aus, um eine beträchtliche Menge Benzin zu kaufen (501 Liter). (TT.com)