Letztes Update am Mi, 04.09.2019 12:16

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wohnungsmarkt

Preise für Eigentumswohnungen stiegen heuer um 6,8 Prozent

Pro Quadratmeter gab es im Schnitt einen Anstieg auf 3.267 Euro, eine Steigerung der Preise in fünf Jahren um 38,7 Prozent. Die Anzahl der Wohnungsverkäufe ist um fünf Prozent zurückgegangen.

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Wien – Die Preisrally am heimischen Wohnungsmarkt geht ungebremst weiter. So haben sich Eigentumswohungungen im ersten Halbjahr 2019 weiter verteuert. Im Jahresabstand legten die Preise pro Quadratmeter im Schnitt um 6,8 Prozent auf 3.267 Euro zu, geht laut RE/MAX-Immobilien aus einer Auswertung der Grundbuchsdaten hervor. Innerhalb von fünf Jahren stiegen die Quadratmeterpreise damit um 38,7 Prozent.

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Weil die veräußerten Eigentumswohnungen – erstmals seit 2014 – wieder geringfügig größer geworden sind (von 66,3 auf 67,2 pro Quadratmet), legten die Preise pro Eigentumswohnung im Schnitt um 7,6 Prozent oder 14.708 Euro auf 207.183 Euro zu.

Verkaufswert auf Allzeithoch

Die Anzahl der Wohnungsverkäufe ist laut den amtlichen Grundbüchern im Jahresabstand um fünf Prozent (oder 1301 Stück) auf 24.865 zurückgegangen. Trotzdem sei 2018 noch immer die drittgrößte Wohnungshandelsmenge aller Zeiten verzeichnet worden. Der kumulierte Verkaufswert stieg trotz der rückläufigen Mengen um 2,1 Prozent auf 5,66 Milliarden. Euro, ein neues Allzeithoch.

Seit dem Einbruch 2013 sei der heimische Wohnungsmarkt Jahr für Jahr gewachsen und die Anzahl der gehandelten Wohnungen ständig gestiegen. Deshalb dürfe es niemanden wundern, wenn sich einmal kein neuer Rekord einstelle. „Wir haben eigentlich schon früher damit gerechnet“, meinte RE/MAX-Austria-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer in einer Aussendung. Immerhin seien trotz des Rückgangs noch immer um 80 Prozent mehr Wohnungen verbüchert worden als vor sechs Jahren.

Mehr Bauträger-Objekte

Österreichweit waren heuer im Halbjahr 37 Prozent der verbücherten Wohnungen ausgewiesene Bauträger-Objekte, also Neubauten oder Generalsanierungen. Dies ist wesentlich mehr als 2018 mit 20,7 Prozent oder auch 2017 mit 31,7 Prozent.

Erstbezugs-Wohnungen waren heuer laut RE/MAX im Schnitt 253.093 Euro wert, fast ebenso viel wie 2018, kamen damit jedoch um 41 Prozent teurer als eine gebrauchte Eigentumswohnung. 2018 hatte diese Preisdifferenz bei plus 44 Prozent gelegen und 2017 sogar noch bei plus 51 Prozent. Die teuersten Neubaupreise fanden sich in Vorarlberg mit 356.190 Euro (plus 11,6 Prozent), die niedrigsten mit 182.298 Euro (minus 2,2 Prozent) in der Steiermark. (APA)