Letztes Update am Mi, 18.09.2019 09:38

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Teuerung

Mieten als Preistreiber: Inflation im August 1,5 Prozent

Der Mikrowarenkorb verbilligte sich um 0,1 Prozent. Das Preisniveau des wöchentlichen Einkaufs blieb unverändert. Treibstoffe und Flugtickets wurden deutlich billiger.

Inflationsdämpfend wirkten vor allem Preisrückgänge bei Diesel. (Symbolfoto)

© TT/BöhmInflationsdämpfend wirkten vor allem Preisrückgänge bei Diesel. (Symbolfoto)



Wien – Die Kosten für den täglichen Einkauf sind im August leicht gesunken. Der von der Statistik Austria berechnete Mikrowarenkorb, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält, verbilligte sich im Jahresvergleich um 0,1 Prozent. Auch im hatte es einen leichten Rückgang von 0,1 Prozent gegeben.

Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbilden soll und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe beinhaltet, blieb im Vergleich zum Vorjahresmonat unverändert, teilte die Statistik Austria am Mittwoch mit.

Mietern und Betriebskosten als Preistreiber

Die Preistreiber mit dem größten Einfluss auf die Inflationsraten waren im August im Jahresabstand die Ausgaben für Wohnungsmieten mit einem Preisanstieg von 2,9 Prozent, elektrischer Strom (plus 4,8 Prozent), Betriebskosten bei Eigentumswohnungen (plus 8,1 Prozent) und Flachfernseher (plus 12,5 Prozent). Inflationsdämpfend wirkten vor allem Preisrückgänge bei Diesel (minus 3,6 Prozent), Mobiltelefonie (minus 6,0 Prozent), Psychotherapie/Patientenanteil (minus 10,8 Prozent), Flugpauschalreisen (minus 3,8 Prozent) und Flugtickets (minus 8,3 Prozent).

Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt als Optimalwert für die Wirtschaft mittelfristig eine Teuerung von knapp zwei Prozent an. Dieses Ziel wird in den Euroländern aber seit langem verfehlt. In Österreich lag die Teuerung im August bei 1,5 Prozent. Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser für die Geldpolitik der EZB. Dauerhaft niedrige oder auf breiter Front sinkende Preise könnten Unternehmen und Verbraucher dazu bringen, Investitionen aufzuschieben. Das kann die Wirtschaft bremsen.

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Vergangene Woche hat die Europäische Zentralbank höhere negative Einlagezinsen für Banken und erneute Anleihenkäufe verkündet. Die EZB will mit ihren Maßnahmen eine Wirtschaftsrezession in Europa verhindern und für eine höhere Inflation sorgen.. (APA)