Letztes Update am So, 22.09.2019 19:28

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Automobilindustrie

Branche in der Krise: Deutlich weniger Besucher bei Automesse IAA

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) zählte gut 560.000 Besucher, das sind um rund 300.000 weniger als 2018.

Etliche Hersteller fehlten heuer auf der IAA in Frankfurt. Die Zukunft der Automesse ist ungewiss.

© AFPEtliche Hersteller fehlten heuer auf der IAA in Frankfurt. Die Zukunft der Automesse ist ungewiss.



Frankfurt – Die Automesse IAA in Frankfurt hat in diesem Jahr so wenige Besucher angelockt wie seit Jahren nicht. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) zählte gut 560.000 Besucher, wie der VDA als Veranstalter zum Abschluss der Messe am Sonntag mitteilte. Bei der letzten Auflage der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) vor zwei Jahren waren es 810.000 Besucher.

Die IAA Pkw 2015 hatte sogar noch 932.000 Menschen in die Frankfurter Messehallen gelockt. Den diesjährigen Einbruch führte VDA-Präsident Bernhard Mattes unter anderem darauf zurück, dass wichtige Hersteller aus Japan, den USA, Frankreich und Italien der Branchenschau ferngeblieben waren. Die Zahl der Aussteller schrumpfte von fast 1.000 auf 838.

Standort Frankfurt ungewiss

Die Debatte über den Klimaschutz setzt Hersteller und Zulieferer zusätzlich unter Druck. Am ersten Messewochenende hatten Umweltschützer und Klimaaktivisten stundenlang den Haupteingang zum Messegelände blockiert. Nach Presse- und Fachbesuchertagen konnte sich ab dem 14. September das allgemeine Publikum ein Bild von den Neuheiten zum Beispiel rund um Elektromobilität machen.

Ob die IAA in zwei Jahren wieder in Frankfurt ausgerichtet werden wird, ist ungewiss. Diskutiert wird ein neues Messekonzept mit wechselnden Veranstaltungsorten. VDA-Präsident Mattes strebt bis Ende dieses Jahres eine Standortentscheidung an.

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Klar ist bereits: Für den früheren Ford-Deutschland-Chef Mattes war es die letzte IAA als VDA-Präsident. Mattes hatte am Tag der Messeeröffnung seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt. Wer den einflussreichen Lobbyverband künftig führen wird, ist bisher offen. (APA, dpa)